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 Medienmitteilungsarchiv

 

Medienmitteilungen des Gemeinderates vom 01.10.2007
 
 
Konolfingen: Budget mit schwarzen Zahlen
 
Das Budget von Konolfingen sieht für das Jahr 2008 einen Überschuss von rund 140'000 Franken vor, beim bisherigen Steuersatz von 1,64. Die Gebühren für Wasser, Abwasser und Kehricht können teilweise gesenkt werden.
 
Nach der Ablehnung des Budgets 2007 durch die Gemeindeversammlung wird den Stimmbürgern dieses Jahr ein Voranschlag mit positiven Zahlen vorgelegt, vor allem dank höheren Steuereinnahmen. Stark belastet wird die Rechnung durch die massiv höheren Beiträge der Gemeinde an den Kanton bei den Sozialversicherungen. Die Gemeindeversammlung, bei welcher auch über die Massnahmen zur Verbesserung der Finanzsituation informiert wird, findet am 29. November 2007 statt.
 
 
Wasserbauverband Chisebach
 
Im Dezember 2007 soll die konstituierende Abgeordnetenversammlung des Wasserbauverbands Chisebach stattfinden. Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 26. September 2007 Peter Moser, Gemeindepräsident, als Abgeordneten gewählt und beschlossen, der Versammlung folgende Personen als Vorstandsmitglieder zur Wahl vorzuschlagen:
- Gottfried Liechti, Ressortchef Gewässer
- André Chaney, Leiter Abteilung Bau
 
 
Reglement über das Beschaffungswesen
 
Das Reglement über das Beschaffungswesen stammt aus dem Jahre 2000. Grundlage dieses Reglements bildete unter anderem die kantonale Submissionsverordnung vom 29. April 1998. Diese wurde im Jahre 2003 durch das kantonale Gesetz über das öffentliche Beschaffungswesen vom 16. Oktober 2002 und die kantonale Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 16. Oktober 2002 abgelöst. Diese Gesetzesänderung hatte bedeutende Auswirkungen auf die Gemeinden. Im Reglement über das Beschaffungswesen enthaltene Bestimmungen, welche der kantonalen Gesetzgebung widersprechen, gelten nicht mehr. Das Reglement ist deshalb kaum mehr lesbar und verständlich, schafft Unsicherheiten und Missverständnisse. Der Gemeinderat hat deshalb an seiner Sitzung vom 26. September 2007 beschlossen, das Reglement per 31. Dezember 2007 aufzuheben.
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Medienmitteilung des Gemeinderates vom 17.09.2007

 

Gemeindeverwaltung unter der Lupe

 

Im Abstand von 4 Jahren muss der Regierungsstatthalter die Gemeindeverwaltungen inspizieren. Dieses Jahr war Konolfingen an der Reihe.

Die Regierungsstatthalter haben die Pflicht, die Gemeindeverwaltungen alle 4 Jahre zu kontrollieren.

Dieses Jahr wurde Konolfingen unter die Lupe genommen. Der Statthalter, unterstützt von zwei Mitarbeiterinnen, kontrollierte sämtliche Abteilung akribisch auf ihre Arbeitsweise und die Einhaltung von Recht und Gesetz.

In einem über 40-seitigen Bericht wird das Ergebnis festgehalten. Der Verwaltung wird ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt, ebenfalls der Zusammenarbeit mit den Behörden. 

Einige Vorschläge hat der Statthalter trotzdem angebracht, welche allerdings nicht die Verwaltung betreffen,so etwa eine frühere Schliessung der Oeffnungszeiten der Abstimmungslokale, eine Mietzinsüberprüfung der Gemeindeliegenschaften usw.

 

Der Gemeinderat legt Legislaturziele fest 

Mit den Legislaturzielen und den Massnahmen dazu gibt sich der Gemeinderat ein Programm für die laufende Legislaturperiode. Diese Massnahmen wiederum sind eingebettet in das Leitbild.

Gegenwärtig ist der Gemeinderat damit beschäftigt, unter Beizug einer externen Beratung die für unsere Gemeinde wichtigen Ziele zu definieren und die Massnahmen dazu zu bezeichnen. Voraussichtlich noch dieses Jahr werden die Bürgerinnen und Bürger über diese Planung informiert. 

 

Zusammenarbeit der Feuerwehren Konolfingen und Freimettigen 

Was politisch nicht zu Stand kam, wird nun bei der Feuerwehr spruchreif: Eine Zusammenarbeit der beiden Organisationen soll ihre Schlagkraft erhöhen und Einsparungen bei den Kosten bringen. 

Eine Fusion der beiden Gemeinden wurde im Herbst 2006 von den Stimmberechtigen der Gemeinde Freimettigen knapp abgelehnt. Das will aber nicht heissen, dass nun sämtliche Türen für eine Zusammenarbeit zugeschlagen würden. Ganz im Gegenteil! Dort wo sie besteht, soll sie weitergeführt werden, wie z.B. bei den Schulen, im Sozialwesen, bei der Ver- und Entsorgung usw.

Neu ist jetzt auch die Feuerwehr ein Thema. Es werden gegenwärtig verschiedene Zusammenarbeits-Varianten geprüft. Im Vordergrund steht das Sitzgemeinde-Modell: Konolfingen würde dabei (gegen entsprechende Vergütung) das Löschwesen auch in Freimettigen besorgen. Entschieden ist allerdings noch nichts. 

 

Schulsekretariat unter neuer Leitung 

Die bisherige Schulsekretärin Elsbeth Wyder hat nach 10 Jahren in eine andere Gemeinde gewechselt. Sei dem 1. September führt nun Ursula Ruch dieses Sekretariat. Sie betritt damit kein Neuland, hat sie doch früher in ähnlicher Funktion auf der Gemeindeverwaltung Münsingen gearbeitet.

Das Schulsekretariat befindet sich weiterhin im Gemeindehaus an der Bernstrasse 1.

 

Für die KITA wird eine neue Trägerschaft gesucht (22.12.2006)

Seit zwei Jahren wird die KITA (Kindertagesstätte) durch die Gemeinde geführt. Gemeinderätin Anita Lauper leitet die Tagesgeschäfte und kümmert sich um das Personal. Der Gemeinderat möchte diese Einrichtung privatisieren. 

Die Gemeinde bietet seit einigen Jahren eine Kindertagesstätte für ca. 14 Kinder an. Sie befindet sich an der Hünigenstrasse. Seit der Gemeinnützige Frauenverein die Leitung abgegeben hat, wird diese Einrichtung durch die Gemeinde selber geführt. Verantwortlich für den Betrieb ist Gemeinderätin Anita Lauper.

Der Gemeinderat möchte die KITA jedoch wieder in private Hände geben.

Die beiden Wirtschaftsstudenten Simon Schindler und Jürg Wisler haben sich in ihrer Diplomarbeit mit der familienergänzenden Kinderbetreuung in der Gemeinde Konolfingen befasst. Nach ausführlicher Analyse kommen sie zu folgendem Ergebnis: Die KITA und der Tageselternverein sollten zusammenspannen und gemeinsam einen neuen Verein gründen. Dadurch könnten professionelle Strukturen geschaffen und das Angebot optimiert werden. Synergieeffekte ergäben sich beim Personal und der Organisation.

Der Gemeinderat hat nun beschlossen, diese Vorschlag weiter zu verfolgen.
 
Am 27. März 2007 kommt das Budget nochmals vors Volk (22.12.2006)

Am 30. November hat die Gemeindeversammlung das Budget 2007 wuchtig abgelehnt. Das hohe Defizit von rund 600'000 Franken und die geplante Steuererhöhung sind dieser Vorlage wohl zum Verhängnis geworden. Kritisiert wurden aber auch Sparvorschläge des Gemeinderates bei der Bibliothek und der Energieberatung.

Am 27. März 2007 wird der Versammlung ein „Spar-Budget“ vorgelegt. 

Am 30. November 2006 lehnte die Gemeindeversammlung den Voranschlag 2007 deutlich ab. Kritisiert wurden der hohe Verwaltungsaufwand, die steigenden Sozialkosten, das hohe Defizit und eine fehlende Finanzstrategie. Aber auch die vorgesehene Steuererhöhung dürfte zur Ablehnung beigetragen haben. Dem Gemeinderat wurde empfohlen, mit einem Finanzexperten eine Strategie für die Haushaltsanierung zu entwickeln.

Der Gemeinderat hat nun eine Arbeitsgruppe beauftragt, den Voranschlag 2007 nochmals gründlich zu röntgen und nach weiteren Sparmöglichkeiten zu suchen. Sie wird dabei unterstützt  durch Beat Sterchi, Finanzexperte der BDO Visura Unternehmensberatung.

Mit Einsparungen allein können die Finanzen aber nicht auf Kurs gebracht werden. Schon das abgelehnte Budget litt an leichtem „Untergewicht“. Es wird auch die Einnahmenseite – lies Steuererhöhung – angeschaut werden müssen. Dies umso mehr, als gewisse Sparvorschläge (Bibliothek, Energiebratung) bei der Gemeindeversammlung nicht gut ankamen.

Am 27. März 2007 werden die Bürgerinnen und Bürger an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung das überarbeitete Budget nochmals beraten können.
 
Trotz abgelehntem Budget: Kinder können ins Skilager, der Chonufinger hingegen leidet (22.12.2006)

Können die Kinder ins Skilager oder muss es abgesagt werden, weil das Budget abgelehnt wurde?

Der Gemeinderat hat einen Weg gefunden, den Kindern dieses Vergnügen doch noch zu ermöglichen: Die fehlenden Beiträge werden aus einem Legat und den frei verfügbaren Mitteln der EvK finanziert.

Für den Chonufinger existieren keine solche Finanzierungsmöglichkeit, weshalb die erste Ausgabe 2007 abgesagt werden muss.

Die Gemeindeversammlung hat am 30. November 2007 das Budget 2007 abgelehnt. Es dürfen deshalb nur betriebsnotwendige Ausgaben getätigt werden, bis wieder ein rechtskräftige Voranschlag vorliegt.

Die Beiträge an Schulaktivitäten wie Skilager, Schneesportwoche, Projektwoche usw. fallen nicht unter diesen Begriff und müssten eigentlich abgesagt werden. Die Kinder für die Haltung der Erwachsenen büssen zu lassen, dürfte aber kaum im Sinne der Gemeindeversammlung gewesen sein. Der Gemeinderat hat nun Türchen gefunden, wie aus dieser unbefriedigenden Situation heraus gefunden werden kann: Die Gemeindebeiträge an diese Schulanlässe werden aus dem Otto-Lädrach-Legat und den Mitteln der Genossenschaft EvK finanziert. Diese Reserven bilden nicht Bestandteil des Voranschlages und sind für solche Anlässe bestimmt. Die Skilager 2007 können somit wie vorgesehen abgehalten werden.

Anders liegt die Sache beim Chonufinger: Es ist kein zweckgebundener Fonds vorhanden, aus welchem die Druckkosten finanziert werden könnten. Aus diesem Grund wird die Ausgabe 1/2007 ausfallen. Für die wichtigsten Informationen wird als Ersatz ein einfaches Flugblatt in alle Haushalte verteilt. Falls das Budget am 27. März 2007 angenommen wird, können die weiteren Ausgaben planmässig erfolgen. Wir bitten die Bevölkerung um Verständnis für diese Situation.
 
Sparen und verzichten (22.12.2006)

Spenden

Im Voranschlag 2006 wurden Fr. 34'000.- für Hilfsaktionen im In- und Ausland reserviert. Dieser Betrag entspricht nicht ganz einem Promille der Bilanzsumme des Voranschlages 2006 von 29 Millionen Franken.

Angesichts der schwierigen Finanzlage hat der Gemeinderat beschlossen, im Jahr 2006 keine Spenden und Beiträge auszurichten.

Schneeräumung auf Strassen und Plätzen

Die Kosten für die Schneeräumung auch bei einem mittelmässigen Winter sind recht hoch. Um auch hier zu sparen, soll in Zukunft die Schneeräumung etwas zurückhaltender erfolgen. Die Verkehrssicherheit bleibt aber gewährleistet. Ökologisch ist diese Massnahme sinnvoll, weil weniger Fahrten nötige sind und weniger Abgas produziert wird. Wir bitten die Bevölkerung um Verständnis.

Auenlandschaft beim Schloss Hünigen

Seit einiger Zeit wird die Idee verfolgt, beim Schloss Hünigen eine Auenlandschaft zu gestalten und zugleich den Gewerbekanal zu renaturieren. Das Projekt wäre praktisch ausführungsreif. An die geschätzten Bruttokosten von Fr. 1'630'000.- müsste die Gemeinde Fr. 135'996.- leisten. Der Rest würde durch Bund und Kanton übernommen.

Wegen der prekären Finanzlage der Gemeinde hat der Gemeinderat nun kürzlich beschlossen, dieses Projekt nicht weiter zu verfolgen.

Beiträge an Vereine und andere Organisationen

Bis ein rechtsgültiger Voranschlag vorliegt, dürfen keine so genannt „ungebundene“, d.h. nicht betriebsnotwendige Ausgaben gemacht werden. Unter diesen Begriff fallen auch Beiträge an Vereine und andere Organisationen.

Wir bitten die betroffenen Vereine, Organisationen und andere Einrichtungen um Verständnis.
 
Kommission für Integration der ausländischen Wohnbevölkerung (22.12.2006)

Seit längerer Zeit schon bemüht sich eine freiwillige Arbeitsgruppe um eine bessere Integration der ausländischen Wohnbevölkerung, namentlich der Frauen. Diese Arbeit wird ab nächstem Jahr durch die Gemeinde unterstützt: Es wurde eine Fachkommission Integration ins Leben gerufen, welche sich dieser Aufgabe widmet. Weitere Gemeinden können sich dieser Einrichtung anschliessen. 
 
Neuorganisation der Führungsstruktur bei Katastrophen und Notlagen (22.12.2006)

Bisher verfügte jede Gemeinde über eine eigene Führungsstruktur für die Bewältigung von grösseren Katastrophen und Notlagen, das so genannte Gemeindeführungsorgan (GFO). Erfahrungen bei grösseren Naturkatastrophen, so z.B. dem Hochwasser August 2005, haben gezeigt, dass eine Zusammenarbeit auch auf diesem Gebiet viele Vorteile hat.

Die Gemeinden der Region Kiesental habe diesen Schritt getan und ein Regionales Führungsorgan (RFO) ins Leben gerufen. Dieses setzt sich aus erfahrenen Fachleuten zusammen und wird durch Paul Mauerhofer, Konolfingen, geleitet.

Das RFO kommt nur bei grösseren Ereignissen zum Einsatz. Durch das Regionale Führungsorgan werden die Gemeinden entlastet und erhalten eine professionelle Unterstützung. In enger Zusammenarbeit mit der Zivilschutzorganisation Kiesental wird so ein schlagkräftiges und effizientes Instrument für die Bewältigung von Notlagen zur Verfügung stehen.

 

Bericht über die Gemeindeversammlung vom 30. November 2006 (01.12.2006)

Die Gemeindeversammlung war mit 292 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut besucht. Erstmals waren auch die Jungbürgerinnen und Jungbürger dabei, welche kurz vor der Versammlung in einer schlichten Feier in den Kreis der Stimmberechtigten aufgenommen wurden.

Die Versammlung selber verlief recht animiert: Das Fusionsprojekt mit der Gemeinde Freimettigen gab noch nicht viel bzw. überhaupt nichts zu reden und wurde mit 269 gegen 7 Stimmen gutgeheissen. Leider lehnten die Freimettiger diesem Vorhaben am gleichen Abend - wenn auch nur ganz knapp - mit 51 Ja zu 54 Nein ab.

Der Verkauf der BKW-Aktien war schon mehr umstritten und wurde schlussendlich mit 143 zu 114 Stimmen abgelehnt.

Noch viel mehr zu reden gab das Budget und die darin enthaltenen Sanierungsmassnahmen. Diese kamen beim Volk zum Teil schlecht an. So wurde zum Beispiel eine Kürzung des Aufwandes für die Bibliothek klar abgelehnt. Nur knapp mit 85 Ja- gegen 120 Nein-Stimmen wurde der Antrag verworfen, nicht aus der Energieberatungsstelle Aaretal-Kiesental auszutreten.
Aus verschiedenen Voten ging hervor, dass sich die Bürgerinnen und Bürger grosse Sorgen um die finanzielle Zukunft der Gemeinde machen. Sie mündeten im Antrag aus, das Budget zurückzuweisen mit dem Auftrag, unter Beizug eines Fachexperten ein Konzept für eine nachhaltige Sanierung des Finanzhaushaltes auszuarbeiten.
Dieser Antrag wurde mit 210 gegen 35 Stimmen klar angenommen. Der Gemeinderat wird nun über die Bücher gehen und im Verlaufe des Frühjahrs 2007 der Gemeindeversammlung einen überarbeiteten Voranschlag unterbreiten. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen nur gebundene Ausgaben gemacht werden. Freiwillige Beiträge z.B. an Vereine sind nicht möglich.

Der Verkauf der Wohnliegenschaft "Sunnegüetli" an der Burgdorfstrasse war unbestritten. Der Gemeinderat wurde ermächtigt, das Wohnhaus zu einem Richtpreis von Fr. 750'000.- zu verkaufen. Ein Antrag, einen Mindestpreis von 750'000.- zu verlangen, wurde mit 92 zu 152 Stimmen abgelehnt.

Die Liegenschaft wird nun öffentlich ausgeschrieben. Es kann sich jedermann für einen Kauf bewerben.

Die Erneuerung der Subventionsverträge für die fünf wichtigsten kulturellen Institutionen der Stadt Bern wie Stadttheater, Kunstmuseum usw. wurde mit 157 Stimmen klar gutgeheissen. Zwei Bürger sprachen sich dafür aus, in erster Linie einheimisches Kulturschaffen zu unterstützen und stellten den Antrag auf Ablehnung dieses Geschäftes. Dieser Antrag wurde allerdings mit 57 Stimmen klar abgelehnt.
Allerdings wurde von Seite der Geschäftsprüfungskommission daran erinnert, dass sofern das nötige Gemeinde-Quorum zu Stande kommt, der Grosse Rat die Beitragsleistung auch gegen den Willen der Gemeinden verfügen kann. Der Beitrag von Konolfingen für 2008 - 2011 beträgt jährlich rund Fr. 61'000.-.

Unter dem Traktandum "Verschiedenes" informierte Gemeindepräsident Peter Moser über verschiedene aktuelle Geschäfte. Er konnte auch erwähnen, dass der Weihnachtsbaum auf dem Verkehrskreisel beim Kreuzplatz durch die Beiträge der Ortsbanken Spar- und Leihkasse Münsingen und der Raiffeisenbank finanziert wurde. Besten Dank!

Um 23.15 Uhr konnte der Vorsitzende die Versammlung schliessen und zum Apéro einladen.
 
 

Voranschlag 2007: Defizit trotz Steuererhöhung (07.11.2006)
Der vom Gemeinderat verabschiedete Voranschlag weist einen Aufwandüberschuss von Fr. 386'414.-- aus. Basierend auf einer um eine Zehntel höheren Steueranlage von neu 1.64 Einheiten und einer ausserordentlichen Einnahme von Fr. 280'000.-- aus dem Verkauf von Aktien.
Das trotz Steuererhöhung immer noch ein Aufwandüberschuss budgetiert werden muss, ist auf permanent tiefe Steuereinnahmen und einer enormen Kostenzunahme bei den Sozialwerken zurückzuführen.
Die Bilanz per 31.12.2005 der Gemeinderechnung Konolfingen wird ein Eigenkapital von Fr. 2'473'176.40 ausgewiesen. Der für das Jahr 2007 budgetierte Aufwandüberschuss kann somit zu Lasten des vorhandenen Eigenkapitals abgebucht werden.
 
Neubau Inselistrasse weiter vertagt (07.11.2006)
Für die Erschliessung der Migros-Überbauung wurde seinerzeit eine neue Einmündung in die  Thunstrasse erstellt. Absicht war schon damals, die Inselistrasse dereinst hin zur neuen Überbauung zu verlegen, damit die problematische Ausfahrt bei den Tennisplätzen aufgehoben werden kann.

Anlässlich der Migros-Überbauung wurde ein Verkehrsrichtplan für die bessere Erschliessung des Inselis entworfen. Dieser sah vor, die Einmündung der Inselistrasse hin zur Migros-Zufahrt zu verlegen. Dadurch wäre die gefährliche und unübersichtliche Ausfahrt bei den Tennisplätzen eliminiert worden. Erste Studien wurden inzwischen in Angriff genommen.
Die Ausführung dieses Projektes lässt jedoch weiterhin auf sich warten. Die knappen Gemeindefinanzen erlauben nur noch die Realisierung dringender Vorhaben. Der Gemeinderat beabsichtigt jedoch, die Verkehrssicherheit auf der Inselistrasse mit technischen Vorkehrungen und entsprechender Sinalisation zu verbessern.
 
Besucher werden bei den Ortseingängen freundlich begrüsst (07.11.2006)
Vorbei ist der "hölzerne" Empfang: Neu werden die Besucherinnen und Besucher von Konolfingen bei den vier Ortseingängen durch freundliche und stilvolle Ortstafeln willkommen geheissen. Auf den Tafeln kann Reklame für Veranstaltungen gemacht werden. Damit auch diese stilvoll daher kommen, muss eine Bewilligung für die Plakate bei der Gemeinde eingeholt werden. Mit dieser Aktion wird ein weiterer Mosaikstein im freundlichen Erscheinungsbild der Gemeinde Konolfingen eingesetzt.

Weisungen und Gesuchsformular
 
Durchgangszentrum Emmentalstrasse unter neuer Leitung (07.11.2006)
Das Durchgangszentrum für Asylsuchende an der Emmentalstrasse wird seit einigen Jahren durch die ORS Service AG Zürich geleitet. Nun hat der Kanton diesen Betreuungsauftrag neu ausgeschrieben. Der Zuschlag erzielt die Heilsarmee Flüchtlingshilfe Bern. Sie wird ab 1. Januar 2007 das Zentrum leiten.
Minderjährige Asylsuchende wurden bisher in den Durchgangszentren Münchenbuchsee und Hinterkappelen betreut. Weil der Kanton diese beiden Häuser schliesst, hätte die Heilsarmee die Jugendlichen nach Konolfingen umplatzieren wollen. Der Gemeinderat lehnte dieses Vorhaben jedoch ab, weil sich die Anlage in baulicher Hinsicht für junge Asylsuchende schlecht eignet und dem ohnehin stark ausgelasteten Sozialdienst zusätzliche Aufgaben erwachsen wären.
 

 

Gemeindeversammlung vom 1. Juni 2006

Wer an der Gemeindeversammlung vom 1. Juni teilnahm, erlebte ein Wechselbad der Gefühle und gelebte Demokratie im Sinne bester bernischer Gemeindpolitik: Die Gemeinderechnung mit einem Ausgabenüberschuss von 1,2 Millionen Franken wurde diskussionslos genehmigt – die Aufhebung der Geschäftsprüfungskommission und die Verkleinerung des Gemeinderates abgelehnt und der Verkauf des Sunnegüetlis zurückgezogen.

 

Die Gemeinderechnung 2005 weist einen Aufwandüberschuss von rund 1,2 Millionen Franken auf. Wie Ressortchef Adrian Zimmermann darlegte, ist dieser unerfreuliche Abschluss auf vor allem auf Mindereinnahmen bei den Steuereinahmen von über einer halben Million Franken sowie Mehrkosten beim Strassenunterhalt und anderen Bereichen zurückzuführen.

Ohne Rückfragen und ohne Gegenstimmen wurde die Rechnung genehmigt.

 

Die Aufsichtsstelle über den Datenschutz, Firma Ernst & Young AG Bern, überprüft jeweils die Einhaltung der Datenschutzvorschriften durch die Gemeindeverwaltung. Gemeindepräsident Peter Moser konnte bekannt geben, dass nach dem Prüfungsbericht der Ernst & Young AG die Verwaltung sich an die Vorschriften hält und keine Unregelmässigkeiten vorgekommen sind.

 

Die vom Gemeinderat beantragte Aufhebung der Geschäftsprüfungskommission (GPK) gab einigen Gesprächsstoff her, obschon dieser Schritt von ehemaligen Mitgliedern der GPK angeregt wurde. Dies aus der Überlegung, dass die GPK durch die letzte Revision der Gemeindeordnung von 2001 viele wichtige Aufgaben verloren hat.

Verschiedene Redner waren sich aber einig, dass die Geschäftsprüfungskommission nach wie vor ihre Daseinsberechtigung hat – weil ihr die Aufgabe zukommt die „Interessen des Volks" bei Finanzgeschäften der Gemeindeversammlung oder Urnengemeinde wahrzunehmen. Dieser Auffassung schloss sich die Versammlung an: Mit 153 gegen 53 Stimmen lehnte sie die Aufhebung der Geschäftsprüfungskommission ab.

Gleich anschliessend wurden folgende Personen in diese Behörde gewählt:
Urs Graf, Höhenweg 6, 3510 Konolfingen (SVP)
Ulrich Schenk, Bachsgraben, 3503 Gysenstein (SVP)
Doris Müller, Birkenweg 8, 3510 Konolfingen (SP)
Ruth Ruef, Bachsgraben 104, 3503 Gysenstein (EVP)
Kurt Weingart, Terrassenweg 15, 3510 Konolfingen (FDP)

 

Ähnlich wie der Aufhebung der GPK erging es der Initiative um die Verkleinerung des Gemeinderates von 9 auf 7 Mitglieder und der Änderung des Wahlmodus des Vize-Gemeindepräsidenten. Sie wurde mit 169 Stimmen abgelehnt. Dafür stimmten 61 Bürgerinnen und Bürger. Folgende Hauptgründe wurden gegen die Initiative ins Feld geführt:

  • Die Arbeitsbelastung der einzelnen Ratsmitglieder erhöht sich dermassen, dass sich dieses Amt kaum noch neben einer vollberuflichen Tätigkeit ausüben lässt.
     
  • Wegen der hohen Arbeitsbelastung dürfte es in Zukunft sehr schwierig werden, geeignete Kandidatinnen und Kadidaten für dieses wichtige Amt zu finden. 
     
  • Die Verwaltung wird zusätzliche Aufgaben übernehmen müssen, was zu Mehrkosten führt.
     
  • Die Chance, dass die verschiedenen Dörfer und Weiler im Gemeinderat vertreten sind, wird kleiner.
     
  • Der Zeitpunkt ist falsch gewählt, weil die Gemeinden Konolfingen und Freimettigen mitten in den Fusionsverhandlungen stehen. Durch die Verkleinerung des Gemeinderates würde sich für Freimettigen die Chancen auf den Erhalt eines Sitzes in der fusionierten Gemeinde verringern. Diese Situation könnte viele Freimettigern vor den Kopf stossen.

Die Befürworter der argumentierten u.a. dass

  • Die Gemeindeordnung von Konolfingen keinen Sitzanspruch der verschiedenen Dörfer im Gemeinderat kennt;
     
  • der Vize-Gemeinderatspräsident weiterhin vom Stimmvolk gewählt wird
     
  • eine schlankere Führungsorganisation entsteht 
     
  • eine Konzentration aufs Kerngeschäft möglich wird 
     
  • die strategische Führung aus einer Hand erfolgen kann 
     
  • weniger Schnittstellen nötig sind und der Koordinationsaufwand kleiner wird 
     
  • das politische Kräfteverhältnis besser wieder gegeben wird 
     
  • die überwiegende Zahl der bernischen Gemeinden mit 7 oder weniger Gemeinderäten auskommt.

  

Traktandiert war auch die Erteilung der Verkaufsermächtigung an den Gemeinderat für den Verkauf der Wohnliegenschaft „Sunnegüetli", Burgdorfstrasse 58. Nachdem die Gemeindeversammlung die Aufhebung der Geschäftsprüfungskommission (GPK) unter Traktandum 2 ablehnte, wurde dieses Geschäft zurückgezogen. Die GPK wird zur Frage eines Verkaufs dieser Liegenschaft noch Stellung nehmen.

 

Unter „Verschiedenes" orientiert der Vorsitzende über die geplante Swisscom-Natel-Antenne beim Bahnhof, über den Parkplatz Inseli und die weiteren Schritte bezüglich der Fusion mit der Gemeinde Freimettigen.

Um 22.00 Uhr konnte Gemeindepräsident Peter Moser die mit 244 Personen sehr gut besuchte Versammlung schliessen.
 

 

Aus dem Gemeinderat

Der Gemeinderat hat sich am 24. Mai 2006 mit folgenden Geschäften befasst:

  • Verkehrsrichtplan 
    Während der Mitwirkungsauflage vom 10. Februar bis 17. März 2006 wurden 6 Eingaben eingereicht. Von verschiedenen Anwohnern wurden u.a. Verkehrsberuhigungsmassnahmen auf der Inselistrasse ab Abzweigung Thunstrasse gefordert. Der Gemeinderat wird dieses Anliegen prüfen.

    Der Verkehrsrichtplan als solcher wurde nicht in Frage gestellt. Er geht nun an den Kanton zur Genehmigung.
     
  • Fahrverbot auf der Winkelmattstrasse 
    Die Überbauungsordnung „Winkelmatt" sieht vor, dass die gleichnamige Erschliessungsstrasse als Sackgasse ausgebildet wird. Von verschiedenen Personen aus dem Gebiet Burgdorfstrasse – Alpenstrasse wurde verlangt, dass sie durchgehend zur Unterdorfstrasse befahren werden kann.

    Diesem Ansinnen ist Opposition von Anwohnern des Winkelmatt-Quartiers entstanden.

    Der Gemeinderat hat nun beschlossen, die Winkelmattstrasse als durchgehende Verbindung zur Unterdorfstrasse zu gestalten. Die Verengung nach dem Wendehammer wird beibehalten. Die Alpenstrasse und die Winkelmattstrasse werden mit einem Fahrverbot mit Zusatz „Zubringerdienst gestattet" versehen. Die dazu nötigen rechtlichen Schritte werden nach Abschluss der Ortsplanungsrevision in die Wege geleitet.
     
  • Tempo-Beschränkung auf der Niesenstrasse 
    Ein Anwohner verlangte, dass die Niesenstrasse mit einer Tempo 20- oder Tempo 30-Zone belegt wird. Gleichzeitig soll das Dauerparkieren mit einer blauen Zone verhindert werden. Die Anwohner könnten mit einer (kostenpflichtigen) Dauerparkkarte ihre Fahrzeuge weiterhin auf der Strasse abstellen.

    Der Gemeinderat lehnt diese Massnahmen ab, weil sie – wie die Mitwirkung zum Verkehrsrichtplan zeigte, keinem allgemeinen Bedürfnis entsprechen. Die Tempozonen müssten mit baulichen Massnahmen ergänzt werden, was mit entsprechenden Kosten verbunden wäre.

    Wie vereinzelt auf der Stockhornstrasse abgestellten Autos tragen bereits Heute zur Verkehrberuhigung bei. Zudem ist diese Verbindung nicht als Schnellfahrstrecke bekannt.
     
  • Sanierung Winterschäden an Strassen 
    Verschiedene Strassen und Wege befinden sich in einem schlechten Zustand. Um die angespannten Gemeindefinanzen etwas zu schonen, wurde das Strassenunterhalts-Budget in den letzten Jahren jeweils gekürzt. Der lange harte Winter hat nun einigen Strassenabschnitten arg zugesetzt. Diese müssen unverzüglich repariert werden. Der Gemeinderat hat hierfür einen Nachkredit von Fr. 85'000.- bewilligt. Dieser Betrag reicht allerdings nur für die wirklich nötigsten Flickarbeiten aus.
     
  • Sanierung des Chisenmattwegs 
    Der Unterbau des Chisenmattweges ist ungenügend. Wegen verschiedenen Bauarbeiten und Verlegung von Werkleitungen musste zudem der Deckbelag aufgebrochen werden. Eine Gesamt-Sanierung des Weges ist deshalb unumgänglich. Die Kosten werden auf Fr. 131'000.- veranschlagt. Der Gemeinderat hat den erforderlichen Nachkredit, etappiert auf die Jahre 2006 und 2007, bewilligt.
     
  • Um- und Ausbau des Altersheims Kiesenmatte 
    Die Infrastruktur-Einrichtungen (Küche, Wäscherei, Speisesaal) entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen und sind zu klein. Die Stiftung Kiesenmatte beabsichtigt deshalb diese Einrichtungen umzubauen und z.T. zu vergrössern. Gleichzeitig ist vorgesehen, im Attikageschoss eine Abteilung für demenzkranke Menschen zu erstellen. Dazu kämen Entlastungsbetten und Tagesplätze für Demenzkranke.

    Weil die Bevölkerung immer älter und teilweise auch pflegebedürftiger wird und die Betten-Nachfrage in diesem Pflege-Segment ständig steigt, unterstützt der Gemeinderat dieses Vorhaben.
     
 

Gemeinderat lehnt Initiative „Sieben sind genug" ab (28. März 2006)
Die SP Konolfingen reichte am 13. März die Initiative „Sieben sind genug" ein. Die Eingabe zielt auf eine Verkleinerung des Gemeinderates von 9 auf 7 Mitglieder ab. Zudem soll auch der Wahlmodus des Vize-Gemeindepräsidenten geändert werden. Der Gemeinderat lehnt die Initiative aus verschiedenen Gründen ab.

Die Initiative der SP Konolfingen, unterzeichnet mit 237 gültigen Unterschriften, hat zwei Stossrichtungen: Einerseits will sie den Gemeinderat von 9 auf 7 Mitglieder reduzieren. Anderseits soll der Vize-Präsident nicht mehr durch das Volk sondern durch den Gemeinderat selber bestimmt werden. Neu würde der ganze Gemeinderat inklusiv Präsident und Vize-Präsident dem Proporz angerechnet. Für den Präsident gilt weiterhin das Majorz-Verfahren.

Der Gemeinderat empfiehlt der Gemeindeversammlung vom 1. Juni die Initiative zur Ablehnung. Er ist der Auffassung, dass der Zeitpunkt für eine Verkleinerung des Rates im Hinblick auf die geplante Fusion mit der Gemeinde Freimettigen falsch gewählt ist. Zudem wird eine noch grössere Belastung verschiedener exponierter Ressorts befürchtet.
 

 

Für die Behandlung von Einbürgerungsgesuchen wird neu ein Kostenvorschuss verlangt (28. März 2006)
Ab Anfang dieses Jahres dürfen die Gemeinden keine Einkaufssummen mehr verlangen. Gestattet ist nur noch die Erhebung der Verfahrenskosten. Damit Gesuche nicht auf Vorrat eingereicht werden, verlangt die Gemeinde neu einen Kostenvorschuss.

Bisher konnten die Gemeinden für die Einbürgerung Einkaufssummen verlangen, welche je nach Einkommen und Vermögen der Gesuchsteller mehrere tausend Franken ausmachten. Die Bundesversammlung hat mit der Revision des Bürgerrechtsgesetzes diesem Tun nun ein Ende gesetzt: Ab 1. Januar 2006 dürfen nur noch die Verfahrenskosten in Rechnung gestellt werden. Diese werden zwischen ca. 800 – 1'200 Franken liegen. Damit Gesuche nicht aufs gerate wohl eingereicht werden, muss in Zukunft bei Gesuchsabgabe ein Vorschuss von rund 2/3 der Kosten geleistet werden.

Das bisherige Einbürgerungsverfahren wird leicht modifiziert und geht wie folgt von statten: Die Einbürgerungsstelle des Amtes Konolfingen klärt die rechtlichen Voraussetzungen ab. Anschliessend befragt eine 3-er Delegation des Gemeinderats die Gesuchsteller und stellt dem Gesamt-Gemeinderat Antrag. Dieser entscheidet anschliessend über die Zusicherung oder Ablehnung des Gemeindebürgerechtes.
 

Neue Haltestelle für den Tangento an der Burgdorfstrasse (28. März 2006)
Anwohner aus dem Gebiet Brunnhaldenstrasse – Winkelmatt – Dörfli fordern schon seit einiger Zeit eine zusätzliche Haltestelle für den Tangento. Der Gemeinderat hat – trotz finanziellen Bedenken – an der Sitzung vom 22. März nun grünes Licht gegeben.

Nachdem der Tangento bisher nur bis zum Bahnhof fuhr, bedient er seit Dezember 2004 auch Konolfingen-Dorf. Einzige Haltestelle war bisher die „Alpenstrasse". Durch die Ueberbauung Winkelmatte und weitere Neubauten hat sich das Passagieraufkommen wesentlich erhöht. Es sind deshalb immer mehr Stimmen laut geworden, welche eine weitere Haltestelle im oberen Teil der Burgdorfstrasse wünschen. Abklärungen mit den Beteiligten (BERNMOBIL, Oberingenieurkreis II) haben ergeben, dass eine Haltestelle (einseitig) realisierbar ist.

Durch diese Angebots-Verbesserung erhöht sich der Beitrag der Gemeinde an den öffentlichen Verkehr um jährlich rund Fr. 12'000.- Trotz der schwierigen Finanzlage der Gemeinde hat der Gemeinderat diesem Begehren nun entsprochen. Dies auch mit der Absicht, den öffentlichen Verkehr zu fördern. Zudem wird mit einer besseren Auslastung des Tangento auch der Defizitbeitrag leicht sinken.
 

Zwei eingedolte Bäche sollen rechtlich nicht mehr als Gewässer gelten (28. März 2006)
Früher war es Praxis, kleinere Bäche und Gewässer im besiedelten Gebiet oder wenn sie sonst behinderlich waren, einzudolen. Dies war in Konolfingen nicht anders. Allerdings galten sie bisher in rechtlicher Hinsicht immer noch als Gewässer. Dies hat zur Folge, dass recht grosse Bauabstände eingehalten werden müssen. Zudem wäre eine Freilegung der Gewässer in vielen Fällen gar nicht mehr möglich, weil sie zu tief im Boden liegen, unter Strassen und Gebäuden usw. durchführen.

Der Gemeinderat hat deshalb beim Kanton das Gesuch eingereicht, die Leitungen Tonisbach – Bernstrasse – Gewerbekanal und Leimgrube – Bernstrasse – Gewerbekanal definitiv nicht mehr als Gewässer zu bezeichnen. Damit entfällt auch die Pflicht, sie später wieder einmal freilegen zu müssen. Allerdings wurden diese beiden Gerinne nie als Bäche ausgebildet. Das Wasser wurde seinerzeit durch die Flurgenossenschaft zwecks Entsumpfung der Möser gesammelt und in Leitungen verlegt.
 

Gewerbe-Apéro (28. März 2006)
Es ist bereits Tradition, das Gewerbe aber auch Nonprofit-Organisationen zu einem jährlichen Gedankenaustausch mit anschliessendem Apéro einzuladen. Der Anlass findet dieses Jahr am 8. Juni im Gasthof Bären statt. Sandra von May-Granelli, Direktorin des Feusi-Bildungszentrum Bern, spricht zu einem aktuellen Thema aus der Wirtschaft.
 

Echo für die Organisation der Bundesfeier blieb stumm (28. März 2006)
Bisher wurde die Bundesfeier unter Obhut des Orts- und Tourismusvereins (OTV) von verschiedenen Vereinen und unter Mithilfe der Werkequipe organisiert. Bei einer kürzlich durchgeführten Umfrage für die Organisation der Bundesfeier hat lediglich ein Verein eine mündliche Zusage gemacht. Der organisierende Verein wird vom OTV finanziell unterstützt.
 

Gemeinderat möchte geplante Swisscom-Antenne aus dem Zentrum verlegen (28. März 2006)
Die Swisscom AG beabsichtigt, beim Bahnhof eine 25m hohe GSM/UMTS-Kombiantenne aufzustellen. Gegen das Baugesuch sind zahlreiche Einsprachen eingegangen. Auch der Gemeinderat wehrt sich vor allem zum Schutz des Orts- und Landschaftsbildes gegen diesen Standort. Er setzt sich ein für eine Verlegung der Antenne. Der Gemeinderat hofft, dass die Swisscom mit dieser Verlegung einverstanden ist und ein neuer Standort möglich wird.
 

Gemeinderat unterstützt Sportvereine (9. März 2006)
Der Tennisclub und der Fussballclub befassen sich gegenwärtig mit umfangreichen Bauprojekten. Während der Tennisclub zur Zeit die Tennisplätze im Inseli umfassend saniert, beabsichtigt der Fussballclub den Bau eines neuen Clubhauses und Umbau des Garderobengebäudes. Die Bauvorhaben stellen eine grosse finanzielle Herausforderung für die beiden Vereine dar. Damit die Kosten verkraftbar sind, muss finanzielle Hilfe von Aussen kommen. Zudem werden Vereinsmitglieder auch Eigenarbeit leisten müssen.
Der Gemeinderat gewährt deshalb dem Tennisclub ein Bau-Darlehen von Fr. 120'000.- und dem Fussballclub einen Beitrag von Fr. 170'000.- an den Umbau des gemeindeeigenen Garderobengebäudes. Beide Traditionsvereine leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Sports sowie der Ausbildung und Betreuung unserer Jugend.

 

Brandfall in der Zivilschutzanlage Sonnrainstrasse: Kosten wurden durch Versicherung übernommen (9. März 2006)
Am 13. Februar 2004 ereignete sich ein tragischer Brandfall in der Zivilschutzanlage Sonnrainstrasse. Ein Angehöriger des Zivilschutzes verlor dabei leider sein Leben. Die ganze Anlage wurde in Mitleidenschaft gezogen, die Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten dauerten mehrere Monate und kosteten rund Fr. 460'000.-. Bis auf Fr. 19'000.- übernahmen die Versicherungen die Instandstellungskosten. Fr. 18'000.- wurden aus dem kantonalen Zivilschutzfonds bezahlt. Somit verbleiben der Gemeinde lediglich Fr. 1'000.-. Bei dieser Gelegenheit wurde eine moderne Telematikanlage eingebaut.
 

Vorläufiger Verzicht auf Parkgebühren im Inseli (9. März 2006)
Vorallem während der Badesaison herrschen im Inseli oft chaotische Verhältnisse: Autos werden wild parkiert, die Zufahrtsstrassen sind verstopft und Notfall-Fahrzeuge finden kaum einen Weg. Durch die neuen Mehrfamilienhäuser hat sich die Situation bei der Inselistrasse noch verschärft. Um diese unerfreuliche Situation in den Griff zu bekommen, beabsichtigte der Gemeinderat auch im Inseli Parkgebühren zu verlangen. DAs ergänzte Parkreglement wurde öffentlich aufgelegt.
Im Nachhinein ist bekannt geworden, dass im Zusammenhang mit dem Bau der katholischen Kirche Abmachungen über die Nutzung des Parkplatzes getroffen wurden. Um diese Situation und noch weitere Fragen abzuklären, verzichtet der Gemeinderat vorläufig auf die Einführung von Parkgebühren im Inseli.
 
Gebührenpflicht für die Parkplätze im Inseli (15. Februar 2006)
Während der Schwimmsaison herrschen im Inseli oft chaotische Verhältnisse: Die Autos werden wild parkiert, die Zufahrtsstrasse ist verstopft, Notfallfahrzeuge können sich kaum noch einen Weg bahnen. Mit der neuen Überbauung hat sich die Verkehrssituation in diesem Gebiet zusätzlich verschärft. Vermehrt sind im Inseli aber auch Gratis-Dauerparkierer festzustellen.
Um wieder Ordnung herbeizuführen und den Verkehr zu beruhigen, wird das Parkieren auch im Inseli gebührenpflichtig.
Der Gemeinderat hat das Parkplatzreglement und den Tarif entsprechend abgeändert. Falls das Referendum ergriffen wird, müssen Änderungen der Gemeindeversammlung vorgelegt werden.
 
Einsprache gegen Baugesuch der Swisscom für Kombiantenne (15. Februar 2006)
Die Swisscom beabsichtigt beim Bahnhof Konolfingen eine Kombiantenne GSM/UMTS aufzustellen. Gegen das Baugesuch hat der Gemeinderat Einsprache erhoben. Er befürchtet eine Beeinträchtigung des Orts- und Landschaftbilds durch die 25 m hohe Antenne. Zudem könnte sich der Wert der Gemeindeliegenschaften im Abstrahlungsbereich der Antenne verringern. Ihnen eilt der Ruf voraus, dass sie durch die Strahlung gesundheitliche Schäden auslösen können.
 
Konolfingen putzt sich heraus! (15. Februar 2006)
Das Ortsbild von Konolfingen stellt nicht unbedingt ein Juwel dar: Das Dorf verfügt über keine jahrhundert alte Geschichte. Die meisten Gebäude stammen aus dem vorherigen Jahrhundert und wurden so erstellt und angeordnet, wie es der Zweck damals verlangte.
Nun ist Facelifting angesagt: Bei den vier Ortseingängen werden schmucke, moderne Begrüssungstafeln aufgestellt. Das Gemeindehaus wird mit Fahnen geschmückt. Das Zentrum hat mit dem Bau des Gemeindehauses und der Sanierung des danebenliegenden Geschäftshauses viel an Ausstrahlung gewonnen. Wenn noch das ehemalige Jost-Areal überbaut wird, kann sich das Dorf wieder sehen lassen!
 
Gemeindepersonal leistet Beitrag an Haushalt-Defizit (15. Februar 2006)
Die Gemeindefinanzen liegen schon seit einiger Zeit im roten Bereich. Verantwortlich dafür sind rückläufige Steuereinnahmen, Mehrkosten vor allem im Sozialwesen und Bauinvestitionen. Mittelfristig muss gar eine Erhöhung der Steueranlage geprüft werden.
Angesichts dieser unerfreulichen Situation verzichtet der Gemeinderat, dem Gemeindepersonal für das Jahr 2006 eine Reallohnerhöhung auszurichten. Lediglich der Teuerungsausgleich wird gewährt.
 
Integrationsbemühungen verstärken! (15. Februar 2006)
Es ist wichtig, die Angehörigen anderer Kulturen mit unserer Sprache und unserer Lebensweise vertraut zu machen. Vorallem Frauen, welche nach der Tradition ihrer Herkunftsländer oft wenig gesellschaftliche Kontakte haben, fehlen die Beziehungen zur Aussenwelt. 
Die mangelnde Einbindung der ausländischen Bevölkerung in unsere Gesellschaft führt zu Vereinsamung, Aggression und Resignation.
Eine Gruppe freiwilliger Frauen hat sich dieser Aufgabe angenommen und hilft Migrantinnen und Migranten, sich bei uns besser zurecht zu finden. Der Gemeinderat unterstützt diese Bemühungen, indem er für die Integrationsarbeit eine spezielle Kommission ins Leben ruft. Er hat die Frauengruppe beauftragt, dazu Ideen und Vorschläge zu liefern. Auf Beginn des nächsten Jahres soll das neue Gremium die Arbeit aufnehmen.
 
Gratisfahrten nach Gysenstein sind weiterhin möglich (15. Februar 2006)
Seit dem Sommer vergangenen Jahres nimmt der Schulbus auch Privatpersonen mit nach Gysenstein - und zurück. Die Fahrten sind gratis. Da während des Versuchbetriebs der Bus regelmässig benutzt wurde, wird diese Mitfahrgelegenheit auch weiterhin angeboten. Der Bus verkehrt von Montag bis Freitag ein bis zwei Mal pro Tag.
 
Voranschlag 2006 (24. Oktober 2005)
Der Gemeinderat von Konolfingen hat das Budget zu Handen der Gemeindeversammlung vom 29. November 2005 verabschiedet. Bei einem Aufwand von 29'551'360 Franken und einem Ertrag von 28'953'475 Franken resultiert ein Aufwandüberschuss von 597'885 Franken. Das Defizit muss dem vorhandenen Eigenkapital belastet werden. Unter Berücksichtigung des zu erwartenden Rechnungs-Defizites für das Jahr 2005 sowie der vom Gemeinderat gesprochenen oder noch zu sprechenden Nachkredite, wird sich das Eigenkapital gegenüber der Rechnung 2004 von rund 3,6 auf rund 1,5 Mio. Franken verringern, was noch rund 3 Steuerzehnteln entspricht. Damit die mit den anhaltenden Defiziten einhergehende Neuverschuldung in Grenzen gehalten werden kann, beabsichtigt der Gemeinderat unter anderem, nicht benötigte Liegenschaften des Finanzvermögens zu veräussern. Eine Steuererhöhung wurde diskutiert und kann je nach Rechnungsabschluss 2005 nicht mehr ausgeschlossen werden. Hauptgründe für das erneute Defizit sind erwartete Mindereinnahmen bei den Steuern der natürlichen und juristischen Personen sowie höhere Kosten bei der Sozialen Wohlfahrt.
 
Startschuss für Fusionsabklärungen der Gemeinden Freimettigen - Konolfingen (20. Oktober 2005)

Am 4. Oktober 2005 ist der Startschuss gefallen: Der Projektausschuss ist zur ersten offiziellen Sitzung zusammengetreten. Er hat die Möglichkeiten und Auswirkungen einer Fusion der beiden Gemeinden abzuklären. Im Herbst des nächsten Jahres können die Stimmberechtigen von Freimettigen und Konolfingen entscheiden, ob und wie es in dieser Sache weitergehen soll.

An seiner Klausurtagung vom November 2004 beschloss der Gemeinderat Freimettigen, eine Fusion mit der Gemeinde Konolfingen zu prüfen. Begründung: Die Gemeinde Freimettigen ist einfach und schlank organisiert, die Verwaltung beschränkt sich auf wenige Personen. Sie wird dadurch störungsanfällig. Spezialfälle verursachen hohe Fallkosten. Bedeutender ist aber, dass die Rekrutierung von geeigneten Behörden und Funktionären - wie in vielen anderen Gemeinden - immer schwieriger wird. Für ein Zusammengehen spricht auch, dass beide Gemeinden schon seit Jahren eine enge Zusammenarbeit kennen. Sei es beim Wasser und Abwasser, bei der Kehrichtentsorgung und Feuerwehr oder im Schul- und Sozialwesen. Ein grosser Teil der Bevölkerung Freimettigens orientiert sich in gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Belangen nach Konolfingen. Verschiedene Quartiere wie die Sägematte sind schon heute mit Konolfingen „verwachsen“.

Anfangs Februar wurde die Bevölkerung von Freimettigen schriftlich befragt, ob eine Fusion geprüft werden soll. 80 Prozent der Antwortenden sprachen sich dafür aus, 20 Prozent dagegen. Dieses eindeutige Resultat ermutigte den Gemeinderat, das Thema weiter zu verfolgen. Im April schlossen die beiden Gemeinden einen Vorvertrag ab. Er regelt die Einzelheiten der Fusionsverhandlungen und die Kosten. Konolfingen übernimmt entsprechend des Bevölkerungsanteils 90 Prozent, Freimettigen 10 Prozent der Abklärungskosten. Die Fusionsarbeiten werden durch die Firma KPMG Fides Gümligen begleitet. Dieses Büro hat bereits andere erfolgreiche Gemeindefusionen (z.B. Nieder- und Oberwichtrach) betreut.

Geleitet und koordiniert werden die Arbeiten durch den Projektausschuss. Diesem gehören die Präsidenten und Vizepräsidenten der beiden Gemeinden sowie Gemeindeschreiberin Irene Locher und Geschäftsleiter Hans Regez an. Vier Arbeitsgruppen, welche ebenfalls paritätisch zusammen gesetzt sind, liefern die Grundlagen und Entscheidungshilfen zur Fusionsfrage. Die Bevölkerung wird mit einer separat erscheinenden Broschüre in regelmässigen Abständen über den Stand der Arbeiten informiert.

Im Herbst 2006 können die Stimmberechtigen entscheiden, ob das Projekt weitergeführt oder beendet werden soll. Der Projektausschuss hofft, dass sich auch die Bevölkerung Gedanken zu dieser wichtigen Frage macht und sich an der Meinungsbildung beteiligt.
 

Gemeinderechnung 2004 mit Defizit (9.Mai 2005)

Die Gemeinderechnung 2004 schliesst bei einem Aufwand von 19'439'566 Franken und einem Ertrag von 19'243'131 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 196'435 Franken ab. Budgetiert war ein solcher von 93'810 Franken. Der Aufwandüberschuss muss dem Eigenkapital belastet werden. Die Abweichungen zum Voranschlag sind vor allem auf höhere Ausgaben bei der sozialen Wohlfahrt und der allgemeinen Verwaltung zurückzuführen. Insbesondere der Betrieb der neuen Kindertagesstätte sowie die hohen Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen (Neubau Gemeindehaus) schlagen auf der Ausgabenseite zu Buche. Die Mehrerträge, vor allem bei den Steuern der natürlichen Personen, konnten die Mehrausgaben nicht kompensieren. Die Rechnungen der Gemeindebetriebe Wasser, Abwasser und Kehrichtentsorgung weisen ausgeglichene Ergebnisse auf.
 
Fehlende Schulräume im Oberstufenzentrum Stockhornstrasse (9. Mai 2005)
Im Jahr 2002 wurde das Oberstufenzentrum Stockhorn gegründet: Die Sekundarschule übersiedelte zu den Realklassen ins Stockhorn-Schulhaus. Gleichzeitig zog die Berufsvorbereitende Schule (BVS) ins Schulhaus Ursellen ein. Schon damals war klar, dass es im Oberstufenzentrum eng werden dürfte. Nun hat der Gemeinderat beschlossen, sich vorläufig mit provisorischen Lösungen zu behelfen.
Nach längeren Debatten wurde in Konolfingen im Jahr 2002 ein schulpolitischer Meilenstein gesetzt: Das Oberstufenzentrum konnte durch die Zusammenführung der Sekundar- und Realklassen unter das gemeinsame Dach des Stockhornschulhauses realisiert werden. Mit dem Umzug der Berufsvorbereitenden Schulen ins Schulhaus Ursellen konnte der hiefür benötigte Platz geschaffen werden. Allerdings war schon im Jahr 2002 klar, dass es im Stockhorn-Schulhaus eng werden dürfte.
Die Vorhersage über die knappen Platzverhältnisse hat sich bestätigt. Es fehlen vor allem Gruppen- und Spezialunterrichtsräume. Aber auch für den Lehrerbereich, die Schulleitung und Besprechungen sind die Platzverhältnisse knapp. Ein Erweiterungsbau, welcher den ganzen Bedarf abdeckt, würde nach ersten Schätzungen rund 5,2 Mio. Franken kosten. Bei der gegenwärtigen Finanzlage der Gemeinde wäre dieser Aufwand vermutlich nur mit einer Steuererhöhung aufzufangen.
Nach den mittel- und längerfristigen Prognosen gehen die Schülerzahlen gesamtschweizerisch zurück. Dieser Trend wird auch durch die gegenwärtige und zukünftige Bautätigkeit kaum gebrochen. Aus diesen Gründen hat der Gemeinderat beschlossen, den nötigsten Raumbedarf mit provisorischen Massnahmen wie z. B. Pavillons, Containern, usw. abzudecken. Dieses Vorgehen gestattet, die weitere Entwicklung abzuwarten und später eine bedarfsgerechte Planung vorzunehmen.
Die heutige Situation verlangt von den Lehrpersonen und Schülern viel Geduld, Rücksichtnahme und gegenseitiges Verständnis. Der Gemeinderat ist aber zuversichtlich, dass der zusätzliche Schulraum möglichst bald zur Verfügung gestellt werden kann. Er hat die Liegenschaftsverwaltung beauftragt, die Sache sofort an die Hand zu nehmen.
 
Der Verkehrskreisel beim Kreuzplatz kommt - früher als erwartet (9. Mai 2005)
Und plötzlich geht es ganz geschwinde: Seit Jahren schon wartet nicht nur die Bevölkerung von Konolfingen, dass der Verkehrsknotenpunkt Kreuzplatz gelöst wird. Pläne wurden geschmiedet, Eingaben gemacht, gehofft und gebangt, dass doch etwas geschehen möge, damit der Kreuzplatz schneller und sicherer befahren werden kann. Nun hat Kreisoberingenieur Fritz Kobi dem Gemeinderat an der Klausurtagung vom 27. April 2005 die frohe Kunde gleich persönlich überbracht: Der Kanton ist bereit, noch dieses Jahr einen provisorischen Doppel-Verkehrskreisel zu erstellen. Sobald die Baubewilligung auf dem Tisch liegt, wird mit den Bauarbeiten begonnen. Dies dürfte im Sommer/Herbst der Fall sein, sofern beim Bewilligungsverfahren alles rund läuft.An die geschätzten Baukosten von rund 70'000 bis 80'000 Franken muss sich die Gemeinde mit rund 40 Prozent beteiligen.
Dass es nun so unerwartet schnell voran geht, dürfte vor allem auch das Verdienst von Gemeindepräsident Peter Moser und Kreisoberingenieur Kobi sein. Beide haben sich für dieses Projekt stark gemacht. Die Skizze zeigt, wie die Verkehrsanlage gestaltet wird. Es handelt sich nur um eine provisorische Lösung, mit der abgeklärt wird, ob sich das Konzept bewährt. Der Plan kann auf der Bauabteilung eingesehen werden. Diese gibt auch Auskunft über dieses Projekt. Tel. 031 790 45 25, E-Mail bau@konolfingen.ch.
 
Der Internet-Auftritt der Gemeinde wird weiterentwickelt (9. Mai 2005)
Der Internet-Auftritt konolfingen.ch ist schon etwas in die Jahre gekommen. Die optische Gestaltung d. h. das Design, das Navigationssystem und die eingesetzte Technologie entspricht teilweise nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Vor allem aber soll der Auftritt behindertengerecht konzipiert werden nach den Richtlinien der Stiftung „Zugang für Alle“ (www.access-for-all.ch). Dies entspricht einer Forderung des Behindertengleichstellungsgesetzes, das seit dem 1. Januar 2004 in Kraft ist. Den behinderten Bürgerinnen und Bürgern wird dadurch die Kontaktnahme mit den Behörden und der Verwaltung erleichtert.
 
Soll sich die Gemeinde von ihren Liegenschaften trennen? (9. Mai 2005)
Diese Frage wurde an der Klausurtagung des Gemeinderats vom 27. April 2005 erörtert. Die Gemeinde besitzt eine Anzahl Liegenschaften und Parzellen, welche zum Finanzvermögen gehören und für das Funktionieren der Gemeinde nicht benötigt werden. Sie werfen teilweise eine unbefriedigende Rendite ab. Zur Diskussion stehen verschiedene Wohnhäuser sowie einige Land- und Waldparzellen. Der Gemeinderat hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt mit dem Auftrag, eine Gesamtschau über diese Liegenschaften zu machen und ihm einen Vorschlag über den Verkauf einzelner Grundstücke zu unterbreiten.
 
Rudolf Moser tritt als Gemeinderat zurück (2. März 2005)
Rudolf Moser (EVP) hat überraschend seine Demission als Mitglied des Gemeinderates per Ende April 2005 erklärt. Er kann, wie er im Rücktrittsschreiben festhält, die erforderliche Zeit für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stellen. Im stillen Wahlverfahren hat der Gemeinderat Annelies Lehmann (EVP), Finkenweg 8, Konolfingen, als Nachfolgerin bestätigt. Sie wird das Amt am 25. April antreten und das bisher von Urs Bigler (SVP) geführte Ressort Vormundschaft und Soziales übernehmen. Urs Bigler wechselt auf seinen Wunsch hin ins Ressort Liegenschaften. Der Gemeindepräsident dankte Rudolf Moser für seinen grossen Einsatz.
 
Klausurtagung des Gemeinderates (2. März 2005)
Jedes Jahr trifft sich der Gemeinderat zu einer Klausurtagung, um sich losgelöst vom Ratsbetrieb Gedanken zu wichtigen Themen zu machen. Heuer findet sie am 27. April im Gasthof Appenberg statt. Hauptthema bilden die Gemeindefinanzen. Weiter soll der Vergleich über die Verwaltungskosten diskutiert werden, welcher im Rahmen des Benchmarking-Projektes erstellt wurde. Ziel der Tagung ist, Strategien und Massnahmen zu entwickeln, um das finanzielle Gleichgewicht der Gemeinde zu erhalten.
 
Beitrag an Sanierung der Abwasserreinigungsanlage oberes Kiesental (2. März 2005)
Die ARA in Stalden ist sanierungs- und ausbaubedürftig. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 10 Millionen Franken. Die Gemeinde Konolfingen als grösste Abwasserlieferantin muss sich mit rund 6,6 Millionen an diesen Kosten beteiligen. 2,2 Mio. Franken können dem Baufonds (Spezialfinanzierung) entnommen werden. Die übrigen Kosten müssen fremdfinanziert werden. Die allgemeine Verwaltungsrechnung wird allerdings nicht belastet, weil der ganze Aufwand über die Abwassergebühren wieder eingenommen wird.
 
Verabschiedung von Gemeindepräsidentin Susanne Brechbühl (21. Dezember 2004)
Nach drei Jahren als Gemeinderätin und acht Jahren als Gemeindepräsidentin wird Susanne Brechbühl Ende Jahr die politische Bühne verlassen. Vize-Präsident Christoph Zürcher würdigte an der Gemeindeversammlung die grossen Verdienste der abtretenden Präsidentin. Wichtige Geschäfte wie den Bau des Gemeindehauses oder die Reorganisation der Gemeindeverwaltung fallen in ihre Amtszeit. Mit einer „Standig ovation“ verabschiedeten sich die VersammlungsteilnehmerInnen von Susanne Brechbühl. Als neuer Gemeindepräsident wird der bisherige Gemeinderat Peter Moser (SVP) ab kommendem Jahr die Geschicke der Gemeinde leiten.
 
Urs Bigler neuer Gemeinderat (21. Dezember 2004)
Urs Bigler (SVP) tritt als Nachfolger des zum Gemeindepräsidenten gewählten Peter Moser ab 1. Januar 2005 in den Gemeinderat ein. Er übernimmt von seinem Vorgänger das Ressort Soziales.
 
Gemeinderat stimmt Fusions-Verhandlungen mit Freimettigen zu (21. Dezember 2004)
Der Gemeinderat Freimettigen beabsichtigt, eine Fusion mit der Gemeinde Konolfingen zu prüfen. Die Gemeindeversammlung wurde am 2. Dezember informiert. Der Gemeinderat Konolfingen ist bereit, über dieses Thema zu diskutieren. Die Gemeinden Freimettigen und Konolfingen pflegen seit jeher eine enge Zusammenarbeit, vor allem im Schulwesen sowie bei der Wasser- und Abwasserversorgung. Verschiedene Gemeindeanlässe wie die Jungbürgerfeier, Entlassungsfeier für Armeeangehörige und Zivilschutzpersonal werden seit Jahren gemeinsam durchgeführt. Wirtschaftlich und verkehrsmässig ist Freimettigen nach Konolfingen ausgerichtet. Der Gemeinderat Freimettigen prüft deshalb einen Zusammenschluss mit Konolfingen. Im nächsten Frühjahr werden die Bürgerinnen und Bürger von sich dazu äussern könne. Der Gemeinderat Konolfingen unterstützt ein Zusammenrücken der beiden Gemeinden und hat sich einstimmig für die Aufnahme von Verhandlungen ausgesprochen.
 
Reform der dezentralen Verwaltung: Konolfingen zur Region Bern (21. Dezember 2004)
Das Reform-Projekt der dezentralen Verwaltung geht in eine neue Runde: Sämtliche Gemeinden können sich äussern, zu welcher Region bzw. zu welchem Kreis sie gehören möchte. Der Gemeinderat hat sich einstimmig für die Verwaltungsregion Bern ausgesprochen. Seit Jahren schon beschäftigt sich der Kanton mit einer Neuordnung der dezentralen Verwaltung: Während andere Bereiche (Gerichte, Betreibungsämter usw.) schon längst reorganisiert wurden, hapert es bei den Bezirksverwaltungen. Im Frühjahr hat sich der Grosse Rat zum Modell 5/8+ durchgerungen. Das heisst, es sollen 5 Verwaltungsregionen mit mindestens 8 Verwaltungskreisen gebildet werden. Weil unsere Gemeinde wirtschaftlich, verkehrsmässig und kulturell nach dem Grossraum Bern ausgerichtet ist, hat sich der Gemeinderat einstimmig für die Zuteilung zur Verwaltungsregion Bern-Mittelland ausgesprochen. Ebenso einhellig lehnt er es ab, den Verwaltungskreis Bern in einen Kreis Nord (mit der Stadt Bern) und Süd aufzuteilen. Ein Trennung macht geographisch und verkehrsmässig keinen Sinn und würde nur hohe Kosten ohne entsprechenden Gegenwert verursachen.
 
Bildung einer Agglomeration Bern mit Konolfingen (21. Dezember 2004)
Für die Regelung von Fragen im Bereich Verkehr, Kultur und Planung fehlt eine gemeinsame Plattform. Jedes dieser Tätigkeits-Gebiete verfügt heute über eigene Organisationsformen. Mangelnde Koordination und hohe Kosten sind die Folge. Der Regierungsrat plant deshalb, die verschiedenen Organisationen unter einem Agglomerationsdach zu vereinigen.Die Vielfalt und das Nebeneinander im Kanton Bern ist gross: Für den Bereich Kultur gibt es die Regionale Kulturkonferenz Bern, für den Verkehr wurden die Regionalen Verkehrskonferenzen geschaffen und für das übergreifende Planungswesen sind die Planungsregionen zuständig. Diese Vielfalt an Organisationen verursacht hohe administrative Kosten. Die Abstimmung und Koordination unter den verschiedenen Institutionen ist schwierig. Der Regierungsrat beabsichtigt deshalb, den Kanton flächendeckend in 6 – 7 Agglomerationen einzuteilen. Diesen würden der Verkehr, die Kultur und Siedlungsfragen übertragen. Dafür könnten die Regionalen Verkehrskonferenzen und die Regionalen Kulturkonferenzen aufgehoben werden. Die Grenzen der Agglomerationen richten sich nach denjenigen der heutigen Verkehrskonferenzen (RVK). Die Regionalkonferenz, bestehend aus den Präsidenten der angeschlossenen Gemeinden, hat die strategischen Entscheide zu fällen. Die Regionen bilden aber keine neue (4. Staatsebene). Der Gemeinderat begrüsst diese Neuerung. Konolfingen liegt auf der Schnittstelle der Regionalen Verkehrskonferenzen Bern-Mittelland und Emmental. Weil unsere Gemeinde verkehrsmässig eindeutig nach dem Grossraum Bern ausgerichtet ist, hat sich der Gemeinderat für den Anschluss an die Agglomeration Bern ausgesprochen.
 
Neuer Schulbus (21. Dezember 2004)
Der heutige Schulbus wurde Ende 1993 in Betrieb genommen. 220'000 Kilometer hat er „unter den Rädern“. Motor und Anlasser müssen ersetzt werden. Eine Reparatur lohnt sich nicht mehr. Wegen der weit verzweigten Schulhäuser und Kindergärten muss die Gemeinde einen Schülertransport anbieten. Geprüft wurde die Auslagerung des Transportdienstes an ein privates Unternehmen. Diese Variante kommt allerdings wesentlich teuerer zu stehen als ein eigener Busbetrieb. Der Gemeinderat hat auf Empfehlung der Schule beschlossen, einen neuen 26-plätzigen Bus "Nissan Interstar 3,5" anzuschaffen. Er ist etwas grösser als das heutige Fahrzeug und erfüllt die neuesten Sicherheitsanforderungen wie Querbänke, Sicherheitsgurten usw. Die Anschaffungskosten betragen 79'950 Franken. Offen ist noch die Frage, ob das Fahrzeug gekauft oder geleast werden soll. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.
 
Der erweiterte Sozialdienst Konolfingen nimmt die Arbeit auf (21. Dezember 2004)
Der Kanton verlangt neu eine Mindestgrösse von 150 Stellenprozente der Sozialdienste. Dies hat viele Gemeinden gezwungen, eine Zusammenarbeit mit einer grösseren Gemeinde zu suchen. Etliche Kiesentaler-Gemeinden entschieden sich für einen Anschluss an Konolfingen. Ab 1. Januar 2005 bedient der Sozialdienst Konolfingen deshalb folgende Gemeinden: Arni, Biglen, Bowil, Freimettigen, Grosshöchstetten, Häutligen, Landwil, Mirchel, Niederhünigen, Oberhünigen, Oberthal, Schlosswil, Walkringen und Zäziwil. Die SozialarbeiterInnen von Grosshöchstetten und Biglen wurden übernommen. Der Sozialdienst wird im Endausbau 12 Person umfallen. Er wird durch den bisherigen Abteilungsleiter Urs Liechti geführt. Die Büros befinden sich wie bisher im Gemeindehaus an der Bernstrasse 1 in Konolfingen.
 
Neues Zusammensetzung der Vormundschafts- und Sozialhilfekommission (21. Dezember 2004)
Die Vormundschafts- und Sozialhilfekommission Konolfingen setzt sich ab Neujahr wie folgt zusammen:
Urs Bigler, Konolfingen, Präsident
Konolfingen
Paul Haldemann, Konolfingen
Konolfingen
Anna Elisabeth Aeschlimann, Biglen
Arni, Biglen, Landiswil
Susanne Ammann, Schlosswil
Schlosswil, Walkringen
Verena Christen, Niederhünigen
Freimettigen, Niederhünigen, Häutligen
Paul Haldimann, Grosshöchstetten
Grosshöchstetten
Madleine Lanz, Zäziwil
Bowil, Mirchel, Oberhünigen, Oberthal, Zäziwi
 
Ersatzwahlen in die Liegenschaftskommission und Schulkommission (21. Dezember 2004)
Rudolf Schmutz tritt auf Ende Jahr aus der Liegenschaftskommission aus. Auf Vorschlag der Sozialdemokratischen Partei Konolfingen wurde Kurt Jufer, Birkenweg 3, Konolfingen, als Nachfolger gewählt. Hedy Burren verlässt ebenfalls auf Ende Jahr die Schulkommission. Als Nachfolger hat die Schweizerische Volkspartei Konolfingen, Heinz Stucki, Hötschigen 578, Konolfingen-Dorf, vorgeschlagen. Der Gemeinderat bestätigte diese Nomination.
 
Schulhausplatz-Gestaltung Stalden (21. Dezember 2004)
Der Schulhausplatz ist in einem baulich wie einrichtungsmässig mangelhaften Zustand. Es fehlen vor allem Spielgeräte und Sitzgelegenheiten. Ähnlich wie beim Schulhaus Kirchbühl ist eine Sanierung und Umgestaltung des Pausenplatzes vorgesehen. Der Gemeinderat hat hierfür 5'000 Franken bewilligt (im Chonufinger 5/04, Seite 15, wurde bereits darüber berichtet). 
 
Die Tagesschule Gysenstein wird fortgeführt (21. Dezember 2004)
Im Sommer 2002 wurde die Tagesschule Gysenstein eröffnet. Die Schulkinder können dort die Schule besuchen und werden nach Schulschuss, d.h. bis zum Abend, durch fachkundige Personen verpflegt und betreut. Vor allem erwerbstätige Eltern sind froh für diese Einrichtung. Das Schulgeld richtet sich nach den wirtschaftlichen Verhältnissen der Eltern. Die Schule wird so gut besucht, dass sie auch nächstes Jahr fortgeführt werden kann.
 
Arbeitsplatzbewertung in der Gemeindeverwaltung (21. Dezember 2004)
Die Aufgaben der Gemeindeverwaltung werden immer vielfältiger und umfangreicher. Davon betroffen ist vor allem auch die Gemeindeverwaltung Konolfingen: Der Anschluss von 11 weiteren Gemeinden an den Sozialdienst und die Einführung der Zivilschutzregion Kiesental bringt eine Fülle neuer Aufgaben.Zudem nimmt Konolfingen als Zentrums-Gemeinde eine Anzahl weiterer Verpflichtungen wahr. Um ein klareres Bild der Arbeitsbelastungs-Situation zu erhalten, hat der Gemeinderat beschlossen, eine Arbeitsplatzbewertung durchzuführen. Es wurde damit die Mandatum GmbH Worb beauftragt.
 
Voranschlag 2005 mit Aufwandüberschuss (13. Oktober 2004)
Der Voranschlag 2005 rechnet bei einem Gesamtaufwand von 27'268'085 Franken und einem Gesamtertrag von 26'952'090 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 315'995 Franken. Darin enthalten sind die dritte (und letzte) Sanierungsetappe der Gysensteinstrasse, die Anschaffung eines neuen Schulbusses sowie die (behindertengerechte) Überarbeitung des Internetauftrittes der Gemeinde. Das Investitionsbudget weist im Vergleich zum Vorjahr höhere Gesamtinvestitionen aus. Die über Steuereinnahmen zu finanzierenden Investitionen betragen 820'000 Franken und können aus dem budgetierten Cash flow von 409'255 Franken knapp zur Hälfte eigenfinanziert werden. Mit einer Erhöhung des Fremdkapitals muss gerechnet werden. Trotz unsicherer Entwicklung bei den Steuererträgen und generell schwierigem Umfeld für den Budget- und Planungsprozess erachtet der Gemeinderat den Voranschlag 2005 als vertretbar. Der budgetierte Aufwandüberschuss kann zu Lasten des vorhandenen Eigenkapitals abgebucht werden.
 
Gemeinderechnung 2003 mit Defizit (21. April 2004)
Die Gemeinderechnung 2003 schliesst bei einem Aufwand von Fr. 19'170'091 und einem Ertrag von Fr. 17'730'660 mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 1'439'430 ab. Budgetiert war ein solcher von Fr. 355'360. Der Aufwandüberschuss wird dem Eigenkapital belastet. Trotz dieses Abschreibers verbleibt eine Eigenkapitaldecke von 3,8 Millionen Franken. Dies entspricht einer Eigenkapitalbasis von rund 7,8 Steuerzehnteln. Bedenken, dass es mit den Gemeindefinanzen nun bergab geht, sind unbegründet . Dies, weil nach den Langfristprognosen ab dem Jahr 2006 wieder mit ausgeglichenen Abschlüssen gerechnet werden darf und der Kanton eine Eigenkapitalbasis von lediglich 3 - 4 Steuerzehntel empfiehlt. Der Gemeinderat führt seine zurückhaltende Finanzpolitik fort und sucht nach weiteren Sparmöglichkeiten. Die Abweichungen zum Voranschlag sind auf einen unerwartet hohen Rückgang bei den Vermögenssteuern, den zusätzlichen Sozialausgaben sowie den hohen Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen (Neubau Gemeindehaus) zurückzuführen. Die Rechnungen der Gemeindebetriebe Wasser, Abwasser und Kehrichtentsorgung weisen ausgeglichene Ergebnisse auf.
 
Ressortverteilung (19. Dezember 2003)
Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 17. Dezember die folgende Ressortverteilung beschlossen: Christoph Zürcher, welcher am 1. Januar 2003 als Nachfolger von Martin Joder das Amt des Vize-Gemeindepräsident antritt, behält das Ressort Ver- und Entsorgung. Adrian Zimmermann übernimmt das Finanzwesen.
  
Ueberbauung Schlossgut/Inseli (19. Dezember 2003)
Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 17. Dezember beschlossen, das weitere Vorgehen bezüglich der geplanten Ueberbauung Inseli/Schlossgut im Mai 2004 an einer Klausurtagung zu beschliessen. Die Erschliessung und der Verkauf des Baulandes der Ueberbauung Inseli/Schlossgut waren in der Volksabstimmung vom 30. November deutlich abgelehnt worden. Nach Meinung des Gemeinderates hat das Zusammenwirken verschiedener ablehnender Lager das Geschäft zu Fall gebracht. Kritische Stimmen waren vor allem zu den geplanten Reihenhäusern, zur Architektur und zu den Gebäudekosten laut geworden. An der Klausurtagung im nächsten Mai wird der Gemeinderat das weitere Vorgehen beschliessen. Denkbar wäre, das Land an einen Investor zu verkaufen, welcher die Erschliessung selber besorgt. Denkbar wäre auch, die Überbauungsordnung anzupassen, damit neben Reihenhäusern auch Ein- und Zweifamilienhäuser möglich sind.
 
Pressemitteilung zur Abstimmung "Ueberbauung Schlossgut/Inseli" (30. November 2003)
Mit Bedauern nimmt der Gemeinderat zur Kenntnis, dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger nicht gewillt ist, das Gebiet Schlossgut/Inseli in der vorgeschlagenen Art zu überbauen. Warum die Ablehnung erfolgte, wird der Gemeinderat zuerst analysieren müssen. Die Gegner bekämpften die Vorlage mit zum Teil unwahren Angaben. Dieser Umstand dürfte zum negativen Ausgang der Abstimmung beigetragen haben.Fest steht, dass für dieses Gebiet eine rechtskräftige Ueberbauung besteht und das Land in der Bauzone verbleibt. Zu gegebener Zeit wird der Gemeinderat informieren, wie er dieses Geschäft weiter bearbeiten will. 
 
Finanzieller Handlungsspielraum deutlich eingeschränkt (13. Oktober 2003)
Der Voranschlag der Gemeinde Konolfingen rechnet für das kommende Jahr bei einem Aufwand von rund 17,779 Mio. Franken und einem Ertrag von rund 17,685 Mio. Franken mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 93'810. Dieser Betrag entspricht rund 0,53% der Ausgaben. Die budgetierten Steuereinnahmen wurden mit einer unveränderten Steueranlage von 1,54 Einheiten berechnet. Auch die Gebührenansätze der Gemeindebetriebe Wasser, Abwasser und Kehrichtentsorgung bleiben gegenüber 2003 unverändert. Der Voranschlag 2004 enthält für den Strassenunterhalt einen Betrag von Fr. 230'000, der grösstenteils für die Sanierung eines weiteren Abschnittes der Strasse Ursellen – Gysenstein verwendet werden kann. Das durch den gemeinderätlichen Finanzausschuss gesetzte und beharrlich angestrebte Ziel eines ausgeglichenen Voranschlages konnte leider nicht erreicht werden. Die Ursache hiefür liegt beim Bundesamt für Statistik in Neuenburg. Aufgrund der letzten Volkszählung hat diese Amtsstelle Konolfingen als eine Kernzonengemeinde der Kernstadt Bern definiert. Dies hat gemäss den Bestimmungen des Finanz- und Lastenausgleichsgesetzes FILAG zur Folge, dass sich Konolfingen ab 2004 neu als Agglomerationsgemeinde mit rund Fr. 150'000 an den Zentrumslasten der Stadt Bern beteiligen muss. Dieser erst vor kurzer Zeit bekannten, in den Voranschlag aufzunehmenden neuen Belastung musste schliesslich der Gemeinderat das Ziel eines ausgeglichenen Budgets opfern. Diese bedeutende zusätzliche Ausgabe konnten auch deshalb nicht aufgefangen werden, weil ohnehin bei stagnierenden Steuereinnahmen die Gesamtausgaben im Vergleich zu den Vorjahren weiterhin ansteigen. Ein schlussendlich in der Laufenden Rechnung 2004 tatsächlich anfallender Fehlbetrag kann allerdings durch das vorhandene Eigenkapital von rund 5 Mio. Franken aufgefangen werden. Das Investitionsbudget 2004 enthält gesamte Ausgaben von Fr. 2'165'000. Hievon müssen Investitionen und grössere Anschaffungen im Verwaltungsvermögen von Fr. 545'000 durch Steuern finanziert werden. Ein weiterer Betrag von Fr. 800'000 für die Erschliessung des Baugebietes „Grünegg“ ist durch Grundeigentümerbeiträge zu decken. Geplant wird zudem im Finanzvermögen eine Investition von Fr. 760'000 für den Umbau und den Rückbau des Ladens der vermieteten Liegenschaft Kreuzplatz 1. Die Eigenfinanzierungskraft von Fr. 742'000 entspricht den im Voranschlag enthaltenen Abschreibungen und diese reicht aus, um die im kommenden Jahr geplanten Investitionen in das Verwaltungsvermögen zu 100% selbst finanzieren zu können. In der nachgeführten Finanzplanung der Jahre 2005 – 2008 hinterlassen die massiv rückläufigen Steuereinnahmen von den juristischen Personen sehr deutliche Spuren. Die im gleichen Zeitraum resultierende Eigenfinanzierungskraft von rund 4,3 Mio. Franken vermag alle im Investitionsprogramm enthaltenen Vorhaben von rund 5,2 Mio. Franken nur zu 83% zu decken. Damit dürfte sich der ursprünglich nach dem Bezug des neuen Gemeindehauses geplante Schuldenabbau gemäss der aktuellen Finanzplanung über das Jahr 2008 hinaus verzögern. Die Genehmigung des Voranschlages 2004 mitsamt der Festsetzung der Steueranlage sowie die Orientierung über die Finanz- und Investitionsplanung wird in der Gemeindeversammlung vom 4. Dezember 2003 erfolgen.
 
Arbeitssicherheit im neuen Gemeindehaus (22. August 2003)
Die Vorschriften über die Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gelten seit 2000 auch für die Gemeinden. Die Arbeitsplätze im neuen Konolfinger Gemeindehaus wurden deshalb überprüft und wo nötig angepasst. Bisher galten die SUVA-Vorschriften nur für Gewerbe- und Industriebetriebe. Seit 2000 sind ähnliche Bestimmungen auch für die Gemeinden in Kraft: Die Richtlinien der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS) geben vor, was zum Schutz des Personals vorzukehren ist. Sie gelten für alle Bereiche, Werkhof wie Verwaltung. Frau Kaasli, dipl. Physiotherapeutin und Ergonomin, hat sämtliche Arbeitsplätze im neuen Gemeindehaus überprüft. Stuhl und Tische wurden auf die Benutzer eingestellt, Leuchten, Geräte, Pflanzen, wo nötig umplatziert. Schliesslich wurde das Personal in der richtigen Körperhaltung geschult.
 
Das Personal drückte die Schulbank (22. August 2003)
Dem Amtsdeutsch ist in Konolfingen der Kampf angesagt! In einem 2-tägigen Seminar wurde das Gemeindepersonal "umgeschult". Amtsstubendeutsch aus einem modernen Gemeindehaus - ein Widerspruch. Während zwei Tagen brachte deshalb Angelika Ramer dem Personal den neuen Briefstil bei nach dem Motto "Schreiben ohne Floskeln". Es wurde fleissig gelernt und geübt - frei nach J. Pulitzer "Schreibe kurz und sie werden es lesen, schreibe klar und sie werden dich verstehen, schreibe bildhaft und sie werden es im Gedächtnis behalten". Der Gemeinderat ist überzeugt, dass eine einfache und klare Sprache das Verständnis zwischen den Bürgern und der Verwaltung zu verbessern hilft.
 
Vize-Gemeindepräsident Martin Joder tritt zurück (22. August 2003)
Nach 2 Jahren als Gemeinderat und 8 Jahren als Vize-Gemeindepräsident stellt Martin Joder (FDP) sein Mandat Ende Jahr zur Verfügung. 1994 wurde Martin Joder in den Gemeinderat gewählt. Er betreute vorerst das Ressort öffentliche Sicherheit. Mit der Wahl zum Vize-Gemeindepräsidenten 1996 übernahm er die Verantwortung über das Finanzwesen. Als "Finanzminister", wie er sich selber bezeichnete, setzte sich Joder mit grossem Engagement für das finanzielle Wohl der Gemeinde ein. Die Amtsdauer würde erst Ende 2005 ablaufen. Mit dem Beginn des dritten Lebensabschnittes möchte sich Martin Joder jedoch auch von der Politik entlasten. Der Gemeinderat dankt ihm für den grossen Einsatz und die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Die Ersatzwahl erfolgt am 30. November 2003. Sollte nur eine Kandidatin oder ein Kandidat vorgeschlagen werden, wird es eine stille Wahl geben.
 
Wechsel im Konolfinger Gemeinderat: Moser für Gerber (12. August 2003)
 
Im Gemeinderat von Konolfingen kommt es zu einem personellen Wechsel. Daniel Gerber, Ressortchef Vormundschaft und Sozialhilfe, tritt auf Ende August 2003 zurück. Als Nachfolger rückt Peter Moser (Bild), Alpenstrasse 7, Konolfingen, erster Ersatzkandidat auf der SVP-Liste, in den Gemeinderat nach. Peter Moser war erster Ersatzkandidat auf der Liste der SVP. Er wird das Ressort seines Vorgängers übernehmen und den Gemeinderat zusätzlich in folgenden Behörden und Organisationen vertreten: Vormundschafts- und Sozialhilfekommission, Stiftungsrat Kiesenmatte, Verein für Jugendarbeit, Regionales Spitalzentrum Aaretal/Kiesental. Peter Moser tritt sein neues Amt am 1. September 2003 an. Der Gemeinderat dankt Daniel Gerber für seinen grossen Einsatz und die ausgezeichnete Zusammenarbeit.
 
Wechsel in der Planungs- und Baukommission Konolfingen (12. August 2003)
Debora Rupp (EVP) ist per Ende Mai 2003 aus der Planungs- und Baukommission Konolfingen zurückgetreten. Sie zieht in eine andere Gemeinde. Als Nachfolgerin hat der Gemeinderat Annelies Lehmann (EVP), Finkenweg 8, Konolfingen, gewählt.
 
Hans Durand wird Kommandant der Zivilschutzregion Kiesental (12. August 2003)
Der frühere Konolfinger Feuerwehrkommandant Hans Durand wird ab nächstem Jahr die neu formierte Zivilschutzregion Kiesental führen. Hans Durand kennt als ehemaliger Feuerwehrkommandant und Zivilschutzangehöriger die Belange der öffentlichen Dienste und ist mit unserer Region bestens vertraut. Durch die Umstrukturierung von Armee und Zivilschutz werden die Zivilschutzorganisationen der einzelnen Gemeinden zu Regionen zusammengeschlossen. Das Kiesental mit 17 Gemeinden und rund 18'000 Einwohnern bildet die Region Kiesental. Als Standortgemeinde wurde Konolfingen bestimmt. Die Zivilschutzregion Kiesental wird den Betrieb am 1. Januar 2004 aufnehmen. Sie weist einen Bestand von rund 290 Frauen und Männern auf.
 
Zwei personelle Änderungen in der Konolfinger Bauabteilung (12. August 2003)
Hansruedi Beutler, Stellvertreter des Leiters der Bauabteilung, verlässt die Gemeinde Konolfingen auf Ende September 2003. Er wurde als Bauverwalter der Gemeinde Oberdiessbach gewählt. Seine Stelle wird intern durch Markus Geissbühler, Leiter Liegenschaften, besetzt. Aus den 67 Bewerbungen wurde Kurt Stalder, Dorfstrasse 71, Signau, zum neuen Leiter Liegenschaften gewählt. Er ist in Signau aufgewachsen und verfügt über eine solide Ausbildung im handwerklichen wie technisch-kaufmännischen Bereich.
  
Gemeinde Konolfingen beschliesst Benchmarking-Projekt (12. August 2003)
Die Gemeinde Konolfingen hat ein Benchmarking-Projekt gestartet. Der Gemeinderat hat für dieses Projekt für das laufende Jahr einen Kredit von 2’200 Franken gesprochen. Die Gemeinden müssen sich nicht dem freien Markt stellen. Bei ihren Produkten (Wasser, Dienstleistungen usw.) verfügen sie über eine Monopolstellung. Deshalb besteht ein Bedürfnis, sich mit anderen Gemeinden zu vergleichen (Fachausdruck Benchmarking). Die Resultate zeigen auf, ob die Gemeinde gut organisiert ist, die Leistungen effizient und in guter Qualität erbringt und die Kosten im Rahmen sind. An dem vom Konolfinger Gemeinderat beschlossenen Benchmarking-Projekt beteiligen sich neben Konolfingen die Gemeinden Huttwil, Kirchberg, Niederbipp und Uetendorf. Unter der Leitung des Büros Finances Publiques AG Bowil werden in den nächsten Jahren folgende Gebiet miteinander verglichen: Abfallwesen, Verwaltung und Behörden, Strassen/Werkhof, Bildung. Der Konolfinger Gemeinderat erachtet die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse für wichtig. Sie werden seine Tätigkeit mitbestimmen.
  
Aufwandüberschuss gemäss Voranschlag (10. April 2003)
Bei einem Gesamtumsatz von rund 18,2 Mio. Franken schliesst die Verwaltungsrechnung 2002 mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 883'140 ab. Nachdem ein Aufwandüberschuss von Fr. 893'411 budgetiert war, beträgt die Besserstellung im Vergleich zum Voranschlag somit rund Fr. 10'000. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die nun verbuchten Abschreibungen Fr. 70'000 über den budgetierten Werten liegen. Der Aufwandüberschuss wird dem vorhandenen Eigenkapital belastet. Dieses reduziert sich dadurch auf Fr. 5'320’000 und entspricht damit noch 9 Steuerzehnteln. Im Vergleich zum Voranschlag 2002 sind bei den Steuererträgen der natürlichen und juristischen Personen markante Mindereinnahmen von Fr. 813'000 entstanden. Diese konnten durch die Auflösung der im Vorjahr gebildeten Rückstellung von Fr. 200'000 sowie durch Mehreingänge von besonderen Steuerarten von Fr. 301'000 etwas kompensiert werden. Ausserdem ist im Zusammenhang mit der Einführung des FILAG und der Auflösung des Verbandes für den Sozialdienst im Bereich des Fürsorgewesens ein einmaliger Minderaufwand von Fr. 274'000 entstanden. Hauptursache für den unbefriedigenden Abschluss der Rechnung 2002 bildet die happige Ablieferung an den Ausgleichsfonds FILAG sowie den Sanierungsbeitrag an die Kantonsfinanzen von zusammen Fr. 1'121'000, entsprechend 2 Steuerzehnteln. Die Gemeinde Konolfingen hat 2002 erneut Bruttoinvestitionen von Fr. 3'353'000 in Bauten und Anlagen vorgenommen. Nach Abzug von Subventions- und Gebühreneingängen weist die Investitionsrechnung einen Nettozugang von Fr. 2'636'000 aus. Der Hauptanteil entfällt erwartungsgemäss mit Fr. 2'291'000 auf das soeben bezogene neue Gemeindehaus. Mit einer Eigenfinanzierungskraft von minus Fr. 363'000 (steuerfinanzierte Abschreibungen von Fr. 520'000 abzüglich Aufwandüberschuss von Fr. 883'000) konnten die Investitionen aus der Laufenden Rechnung 2002 allerdings zu 0 Prozent eigenfinanziert werden. In der Bilanz hinterlässt die anhaltend rege Investitionstätigkeit sichtbare Spuren. Unter den Aktiven wird das neue Gemeindehaus mit einem Restbuchwert von Fr. 3'179'000 aufgeführt. Von den bis Ende 2002 bezahlten Erstellungskosten von insgesamt Fr. 4'839'000 konnten somit bereits Fr. 1'660'000 wieder abgeschrieben werden. Die Finanzierung der Nettoinvestitionen im Jahr 2002 von Fr. 2'291'000 erfolgte durch eine Zunahme des Fremdkapitals um Fr. 1'144'000. Weitere Fr. 1'403'000 finanzielle Mittel konnten im Finanzvermögen freigesetzt werden. Dieser Vorgang steht im Zusammenhang mit der Steueranlageverschiebung von 7,6 Zehnteln zum Kanton gemäss FILAG und ermöglichte damit einen wesentlichen Abbau der Steuerausstände der Gemeinden. Dank sehr hoher Steuereinnahmen in früheren Jahren und trotz Rekordinvestitionen ist die finanzielle Lage des Gemeindehaushaltes gut. Bereits heute ist indessen erkennbar, dass die im Voranschlag 2003 eingesetzten Steuererträge besonders von juristischen Personen bei weitem nicht im erwarteten Ausmass vereinnahmt werden können. Bei gleichzeitig ständig höheren Ansprüchen an das Gemeinwesen und damit steigenden Betriebsausgaben werden sich zwangsläufig die Rechnungsabschlüsse der kommenden Jahre verschlechtern. Dieser sich abzeichnenden Tendenz, verbunden mit einer ungenügenden Eigenfinanzierung von Investitionen und einer ansteigenden Verschuldung, blickt der Gemeinderat allerdings mit Sorge entgegen. 
  
Kredit für Jugendraum bewilligt (31. März 2003)
Zur Realisierung eines Jugendraumes im Schwimmbad Konolfingen hat der Gemeinderat einen Kredit von 189'000 Franken bewilligt. Mit den Mitteln sollen wenig benutzte Räumen des Schwimmbads zu einem Jugendlokal umgebaut respektive erweitert werden. Das Ressort Liegenschaften wurde beauftragt, das Baubewilligungsverfahren und die Submission der Arbeiten einzuleiten und die Aufträge zu vergeben. Die Konolfinger Jugendarbeit benötigt neueRäumlichkeiten, weil die ehemalige Seifenfabrik Keller nicht mehr zur Verfügung steht.
 
Die Ortsplanung wird überarbeitet (12. März 2003)
Die Ortsplanung von Konolfingen ist revisionsbedürftig. Neue Vorschriften, neue Erkenntnisse in der Raum- und Siedlungspolitik, aber auch hängige Umzonungsgesuche veranlassen den Gemeinderat zu diesem Schritt. Als Ortsplaner wurde Adrian Strauss, Bern, gewählt. Die heutige Ortsplanung datiert aus anfangs der Neunzigerjahre. Bei der Planung handelt es sich um einen dynamischen Prozess: Neue Erkenntnisse und Bedürfnisse in der Raumplanung, des Umwelt- und Landschaftsschutzes, der Siedlungs- und Verkehrsplanung gilt es in immer kürzeren Abständen umzusetzen. Kommt dazu, dass sich in den letzten Jahren zahlreiche Umzonungswünsche angesammelt haben, welche nun behandelt werden müssen. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, die Revision der Ortsplanung an die Hand zu nehmen und einen ersten Kredit von 67'000 Franken bewilligt. Als Ortsplaner wurde Adrian Strauss, Büro für Raumplanung, Bern, gewählt. Es wird sich im Verlaufe der Arbeiten zeigen, ob das Projekt den Charakter einer Gesamtrevision annimmt, welche der Urnengemeinde vorzulegen wäre, oder den einer Teilrevision, für welche die Gemeindeversammlung zuständig ist. In beiden Fällen werden die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, sich zur Planung zu äussern.
 
Beschwerde gegen die Wahl der Ernst & Young AG als Revisionsstelle abgewiesen (12. März 2003)
Der Regierungsstatthalter des Amtes Konolfingen hat die Beschwerde gegen die Vergabe des Revisionsauftrages an die Ernst & Young AG als unbegründet abgewiesen. Die Ernst & Young AG wird deshalb (weiterhin) die Gemeinderechnungen prüfen. Nach den neuen Gemeindevorschriften fällt die Wahl der Revisionsstelle der Gemeindeversammlung zu. Es waren zu diesem Zweck Offerten von fünf anerkannten Firmen eingeholt worden. Am 4. Juni 2002 hatten sich  sich die Stimmberechtigten für die Firma Ernst & Young AG Bern entschieden. Eine Mitkonkurrentin hat darauf hin die Auswertung der Offerten kritisiert und Beschwerde eingereicht. Nachdem der Regierungsstatthalter die Beschwerde als unbegründet abgewiesen hat, ist der Entscheid der Gemeindeversammlung nun endgültig in Rechtskraft erwachsen.
 
GA-Tageskarten weiterhin sehr beliebt (12. März 2003)
Seit letztem Jahr stehen der Bevölkerung von Konolfingen, Niederhünigen, Freimettigen und Häutligen sechs unpersönliche GA-Tageskarten zur Verfügung. Obwohl der Preis auf 30 Franken pro Tag erhöht wurde, ist die Auslastung der GA mit rund 85 Prozent sehr gut. GA-Tageskarten können bei der Gemeindeverwaltung Konolfingen, Tel. 031 790 45 45, oder im onlineSchalter unter www.konolfingen.ch bestellt werden. 
 
Neue Unterkünfte für das Jugendlokal (Januar 2003)
Der Abtausch der ehemaligen Seifenfabrik Keller bedingt eine neue Unterkunft für das Jugendlokal. Verschiedene Lösungen stehen zur Diskussion, eine wird weiterverfolgt.Gegenwärtig ist das Jugendlokal im Erdgeschoss der ehemaligen Seifenfabrik Keller am Industrieweg 4 untergebracht. Mit dem Tausch gegen das Wohn- und Geschäftshaus Kreuzplatz 1 geht diese Liegenschaft an die Nestlé Suisse S.A. über. Sie beabsichtigt den Abbruch des Gebäudes, weshalb für die Jugend ein neues Lokal gesucht werden muss. Folgende Möglichkeiten stehen zur Diskussion:
1. Aufstellen eines Pavillons im Inseli, angrenzend an die Tennisplätze
2. Umbau von wenig benutzten Räumen des Schwimmbads zu einem Jugendlokal
3. Einmietung in einer privaten Liegenschaft.Der Gemeinderat hat entschieden, Variante 2 weiterzuverfolgen. Tatsache ist, dass im Schwimmbad grundsätzlich genügend Raum für ein Jugendlokal vorhanden ist. Zonenmässig, aber auch bezüglich der Lärmsituation wäre dieser Standort ideal. Sobald die Machbarkeitsstudie vorliegt (Kosten, usw.), wird der Gemeinderat über das weitere Vorgehen entscheiden.
 
Ersatzwahlen Schulkommission und Stiftungsrat Kiesenmatte (Dezember 2002)
Peter Walthert ist als Mitglied der Schulkommission zurückgetreten, um sich voll und ganz der neuen Aufgabe als Feuerwehr-Kommandant zu widmen. Sein Amt übernimmt ab 1. Januar 2003 Andreas Schenk. Er ist Vater von zwei Kindern und wohnt in Gysenstein. Ursula Burhalter Burri tritt auf Ende Jahr aus dem Stiftungsrat Kiesenmatte aus. Als Nachfolgerin konnte Theresia Zinniker, Alpenstrasse 25, Konolfingen, gewonnen werden. Der Stiftung gehört das aus dem Altersheim und der Alterssiedlung bestehende Alterszentrum Kiesenmattemit je ungefähr 40 Plätzen.
 
Konolfingen erhält ein neues Betreuungsangebot für Kinder (Dezember 2002)
Zieht der Kanton mit, kann Mitte des nächsten Jahres mit der Kindertagesstätte Hünigenstrasse eine wichtige Lücke im Betreuungsangebot für Kinder geschlossen werden. Es lässt sich nicht wegdiskutieren. Die Familienstrukturen haben sich in den letzten Jahren markant verändert: Die klassische Familie, bei welcher der Vater dem Erwerb nachgeht und die Mutter die Kinder betreut, wird immer seltener. Finanziell bedingt und auch der gesellschaftlichen Realität entsprechend, üben heute oftmals beide Eheleute einen Beruf aus. Aber auch die Anzahl der Einpersonenhaushalte ist ständig im Steigen begriffen. Studien haben gezeigt, dass bei der Gruppe der Alleinerziehenden und Familien mit mehreren Kindern das Risiko der Verarmung am Grössten ist. Ein grosser Teil von ihnen ist gezwungen, erwerbstätig zu sein. Die Alimente reichen nicht aus, und mit einem Nettomonatseinkommen von 3'000 bis 4'000 Franken lässt sich keine Familie durchbringen. Verdienste in dieser Höhe sind aber absolut keine Seltenheit. Diese Entwicklungen haben nun Bund und Kanton veranlasst, die Einrichtung von Krippenplätzen finanziell zu unterstützen. Eine breit angelegelegte Umfrage bestätigt das Bedürfnis nach solchen Einrichtungen auch in Konolfingen und den Nachbargemeinden. Eine initiative Gruppe hat - unterstützt durch den gemeinnützigen Frauenverein - die Einrichtung einer Kindertagesstätte an die Hand genommen. Die nötigen Lokalitäten konnten an der Hünigenstrasse gefunden werden. Vorläufig können 12 Kinder im Alter von 8 Wochen bis 12 Jahren aufgenommen werden. Sie werden von Fachpersonal betreut und am (wiedereröffneten) Mittagstisch verpflegt. Die Eltern zahlen eine nach Einkommen abgestufte Tagestaxe. Es wird mit einem jährlichen Defizit von rund 90'000 Franken gerechnet. Diese Restkosten werden im Rahmen der Lastenverteilung durch den Kanton übernommen. Die entsprechende Zusicherung steht allerdings noch aus. Das Projekt wird erst gestartet, wenn diese eingetroffen ist.Der Gemeinderat ist überzeugt, dass mit der Gründung einer Kindertagesstätte ein wichtiges sozialpolitisches Postulat erfüllt wird. Das Projekt Konolfingen weist mit dem gemeinnützigen Frauenverein als Träger eine solide Basis auf. Es besteht Gewähr, dass die Kinder bestens betreut werden. Das Angebot steht auch den Nachbar-Gemeinden offen, weshalb die Nachfrage als genügend gross eingestuft wird.
 
Die Gemeindeverwaltung legt sich neue Bezeichnungen zu (Dezember 2002)
Auf dem Weg von der guten alten Gemeindeschreiberei hin zum bürgernahen Dienstleistungsbetrieb wurde ein weiterer Schritt unternommen. Das Wort "Verwaltung" wird durch "freundlichere" Bezeichnungen ersetzt.

In den letzen Jahren hat sich einiges bewegt: Die vom Volk im Juni 2001 angenommene Gemeindeordnung schuf die Basis für zeitgemässe Strukturen. Mit der neuen Verwaltungsorganisation 2001, welche sich an die Privatwirtschaft anlehnt, wurden diese Strukturen erfolgreich umgesetzt. Das im Herbst lancierte Logo soll die Veränderungen zum Ausdruck bringen. Mit der Umbenennung der Verwaltung wird ein weiterer Schritt in diese Richtung getan. Einen vorläufigen Abschluss findet dieser Prozess mit dem Bezug des neuen Gemeindehauses im kommenden Frühjahr.

Ab 1. Januar 2003 gelten folgende Bezeichungen:

Abteilungen
- Abteilung Präsidiales (bisher Gemeindeschreiberei)
- Abteilung Bau (bisher Bauverwaltung)
- Abteilung Finanzen (bisher Finanzverwaltung)
- Sozialdienst Region Konolfingen (unverändert)

Leitung
- Geschäftsleiter (bisher Gemeindeschreiber)
- Leiter Präsidialabteilung (bisher Leiter Gemeindeschreiberei)
- Leiter Bauabteilung (bisher Bauverwalter)
- Leiter Finanzabteilung (bisher Finanzverwalter)
- Leiter Sozialdienst (unverändert)

Sämtliche Drucksachen und Unterlagen werden in Zukunft diese Bezeichnungen - zusammen mit dem Logo - tragen.
 
Konolfingen unterstützt Schulbus in Rumänien (Dezember 2002)
Die 60 Kinder der Siebenbürgen-Gemeinde Keids sind wegen des sehr langen Weges auf einen Schulbus angewiesen. Im Juni wurde ein Beitrag von 9'000 Franken an die Instandstellung des "betagten" Busses gesprochen. Damit auch der Transport weiterhin gewährleistet ist, hat der Gemeinderat jetzt nochmals einen Betrag in gleicher Höhe aus dem Konto "Hilfsaktionen" bewilligt. Betreut wird dieses Projekt vom Verein "Region Thun hilft Rumänien". Diese Organisation hat Leute vor Ort und bietet damit Gewähr für eine korrekte Verwendung der Gelder.
 
Arbeitsgruppe  für Schulraumplanung eingesetzt (Dezember 2002)
Die steigenden Schülerzahlen und unterschiedlich ausgelastete Schulhäuser: Eine Arbeitsgruppe soll eine Auslegeordnung machen und Vorschläge unterbreiten.

Folgende Gründe verlangen ein Überdenken der Schulraumplanung:
- Zunahme der Schülerzahlen
- Ablauf der provisorischen Baubewilligung für den Schulpavillon beim Schulhaus Kirchbühl
- Umnutzung der ehemaligen Bibliothekarräume im Schulhaus Kirchbühl
- Abstimmung der Schulraumsituation auf die Bauentwicklung der Gemeinde.

Auf Antrag der Schulkommission hat der Gemeinderat eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Sie soll die heutige Situation analysieren und unter Einbezug der vorstehenden Randbedingungen Aussagen zur Schulraumplanung machen. Die Ergebnisse lassen sich ebenfalls für die bevorstehende Ortsplanungsrevision verwenden. Der Arbeitsgruppe gehören an:
- Monika Keller, Präsidentin Schulkommission
- Anita Lauper, Ressortchefin Bildung
- Martin Joder, Ressortchef Finanzen
- Rudolf Moser, Ressortchef Liegenschaften
- Markus Geissbühler, Liegenschaftsverwalter.
 
Gemeinde unterstützt Unwetteropfer und die SCL-Tigers AG (Dezember 2002)
Die heftigen Niederschläge haben vor allem im Kanton Graubünden sehr grosse Schäden angerichtet. Über 300 Personen mussten vorübergehend ihr Heim verlassen. Der Gemeinderat hat deshalb 2'000 Franken an die Glückskette überwiesen. Ebenfalls in Bedrängnis ist die SCL Tigers AG. Die Erhöhung des Aktienkapitals soll aus der Klemme helfen. Der Hockeysport ist in unserer Region sehr populär. Zudem drehen gelegentlich auch Spieler aus unserer Gemeinde ihre Kurven in der Ilfishalle. Die Gemeinde hat deshalb 10 Aktien à 250 Franken gezeichnet.
 
Die fetten Jahre sind vorbei (Oktober 2002)
Das Budget der Gemeinde Konolfingen rechnet für das kommende Jahr bei einem Aufwand von rund 16,6 Millionen Franken mit einem Aufwandüberschuss von 355'000 Franken (im Vorjahr Fr. 893'000). Der Voranschlag enthält nur die gesetzlich vorgeschriebenen Abschreibungen von Fr. 650'000 auf dem Verwaltungsvermögen. Die Budgetierung von zusätzlichen Abschreibungen wie in früheren Jahren ist nicht mehr möglich.

Auf der Einnahmenseite müssen die zu erwartenden Steuererträge von den juristischen Personen als Folge der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit 860'000 Franken drastisch nach unten korrigiert werden. Vergleichweise enthält die Verwaltungsrechnung 2001 noch 1'578'000 Franken Steuereinnahmen der juristischen Personen. Die Budgetierung der Steuererträge ist aufgrund des neuen Steuergesetzes unverändert schwierig. Mit der Umstellung auf die 1-jährige Veranlagung ab 1.1.2001 werden erstmals im Frühjahr 2003 zuverlässige Ertragszahlen zur Verfügung stehen. Ausgabenseitig wird Konolfingen nach den im Jahr 2000 letztmals hohen Steuereinnahmen eine Zahlung an den Finanzausgleichsfonds FILAG pro 2003 von noch Fr. 407'000 (Vorjahr 860'000) leisten müssen. Erstmals entfällt im Jahr 2003 der Sanierungsbeitrag an den Kanton von rund Fr. 280'000. Trotz diesen Minderbelastungen musste der Gemeinderat zur Erreichung eines finanzpolitisch vertretbaren Aufwandüberschusses im Budget 2003 wesentliche Ausgabenkürzungen in der Grössenordnung von 600'000 Franken vornehmen. Der Voranschlag enthält ausserordentliche Ausgaben (Anteile 2003) von 148'000 Franken für die Erneuerung der Informatik der Gemeindeverwaltung sowie von 80'000 Franken für die Umsetzung des neuen Informatikkonzeptes der Schulen.

Das Investitionsbudget 2003 sieht gesamte Investitionen von 2'650'000 Franken vor, wobei 1'450'000 Franken den Restanteil Neubau Gemeindehaus betreffen. Durch die Landeigentümer zu finanzieren sind 600'000 Franken für die Detailerschliessung des Baugebietes „Grünegg“. Die Investitionskosten können voraussichtlich nur zu rund 15% eigenfinanziert werden. Die Ergebnisse der Finanzplanung 2004 – 2007 sind nach der erneuten starken Herabsetzung der in Zukunft zu erwartenden Steuereinnahmen im Vergleich zur letztmaligen Planung nochmals schlechter ausgefallen. Für die Jahre 2004 und 2005 muss weiterhin mit negativen Rechnungsabschlüssen gerechnet werden. Dadurch reduziert sich die Fähigkeit zur Eigenfinanzierung von Investitionsvorhaben in den kommenden Jahren ganz erheblich. Der Wideranstieg der Fremdverschuldung kann bei einer Realisierung aller bis Ende 2007 geplanten Investitionen den Betrag von 12 Millionen Franken übersteigen. Keine Probleme dagegen wird der rechnungsmässige Ausgleich der kommenden defizitären Abschlüsse verursachen. Das vorhandene Eigenkapital beträgt zu Beginn dieses Jahres rund 6,2 Millionen Franken.

Der Voranschlag 2003 basiert auf einer unveränderten Steueranlage von 1,54 und wird der Gemeindeversammlung vom 3. Dezember 2002 zur Genehmigung unterbreitet. Dagegen hat der Gemeinderat aufgrund der Reglemente für die Gemeindebetriebe ab dem nächsten Jahr relativ starke Gebührenerhöhungen beschlossen. Der Wasserbezug kostet neu Fr. 2.50 pro m3 (bisher Fr. 2.00), die Abwassergebühr wird neu Fr. 3.00 pro m3 (bisher Fr. 2.50) und die Kehrichtgrundgebühr neu Fr. 150.00 pro Wohnung betragen (bisher Fr. 90.00). Neben dem starken Kostenanstieg bildet eine weitere Ursache dieser Erhöhungen die neue gesetzliche Verpflichtung zur Bildung von Reserven für die spätere Erneuerung der Anlagen.
 
Feuerwehr unter neuer Führung (September 2002)
Auf Ende Jahr wird Hans Durand wegen Ablauf der Dienstzeit als Kommandant der Feuerwehr Konolfingen zurücktreten. Er hat diese verantwortungsvolle Aufgabe souverän und kompetent wahrgenommen. Seinem Nachfolger kann er eine gut ausgebildete und motivierte Truppe übergeben. Ab 1. Januar 2002 wird Peter Walthert, Mühleweg 8, Konolfingen, das Zepter übernehmen. Er versieht gegenwärtig die Funktion als Chef Atemschutz. Anfang Jahr tritt eine weitere Neuerung in Kraft: Die Kompanie Gysenstein wird zu einem Löschzug umgewandelt. Dieser wird weiterhin durch Bernhard Joss geführt. In Zukunft setzt sich die Feuerwehr Konolfingen zusammen aus dem Stab, dem Pikettzug, den Löschzügen Konolfingen und Gysenstein sowie der Verkehrsgruppe. Der Bestand beträgt rund 110 Männer und Frauen.
 
Informatik in der Schule (September 2002)
Die Einführung des Informatik-Unterrichtes an den Schulen von Konolfingen im Rahmen des SINIKON-Konzeptes ist im vollen Gang. Der Gemeinderat bewilligte kürzlich einen Teilkredit von 48'000 Franken für die Ausrüstung eines Medienraumes mit PC-Arbeitsplätzen. Diese Infrastruktur wird - gegen Entschädigung - auch Firmen und Institutionen als Schulungsraum zur Verfügung gestellt. Eine weitere Tranche von 80'000 Franken wird in den Voranschlag 2003 aufgenommen zur Realisierung der nächsten Etappe.
 
Der Tauschvertrag mit der Nestlé S.A. konnte abgeschlossen werden (September 2002)
Die Gemeinde ist am Erwerb des Wohn- und Geschäftshauses Kreuzplatz 1 und die Nestlé S.A. an der Parzelle der ehemaligen Seifenfabrik Keller an der Industriestrasse 4 interessiert. Durch diesen Tausch würden sich für die Gemeinde neue Perspektiven für eine Aufwertung des Ortskerns ergeben. Bereits vor einiger Zeit nahmen deshalb die Parteien Verhandlungen über einen Abtausch der beiden Liegenschaften auf. Am 10. September wurde der Tauschvertrag unterzeichnet. Die Gemeinde muss einen Aufpreis von 775'000 Franken zahlen. Die Nestlé S.A. übernimmt ebenfalls einen Teil der Industriestrasse. Damit die Fussgänger und Velofahrer aus dem Gebiet Terrassenweg - Parkweg weiterhin direkt ins Zentrum gelangen können, finanziert die Nestlé S.A. eine neue Weganlage. Die Volksabstimmung über dieses Geschäft findet am 24. November 2002 statt.
 
Ausbau der Chise zwischen Hünigenstrasse und Inselistrasse (September 2002)
Im Inseli, entlang der Chise, ist seit längerem eine Wohnüberbauung geplant. Der Kanton hat jedoch sein Veto gegen die Baubewilligung eingelegt. Er verlangt einen Ausbau der Chise zum Schutze der Liegenschaften vor Hochwasser. Das Büro Schmalz Ingenieure AG Konolfingen arbeitete im Auftrage der Gemeinde einen Wasserbauplan aus. Er sieht einen naturnahen Ausbau des Gewässers vor. Der Plan liegt vom 27. September - 28. Oktober in der Bauverwaltung öffentlich auf. Am 3. Dezember wird die Gemeindeversammlung über das Projekt und den Baukredit befinden können. Erst nach dem der Plan genehmigt und der Bachausbau erfolgt ist, wird dieses Gebiet überbaut werden können.
 
Spende für die Hochwassergeschädigten (September 2002)
Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 4. September 2002 beschlossen, derGlückskette zu Gunsten der Unwettergeschädigten in Europa und Asien 2'000 Franken zu spenden. 
 
Beschwerde gegen die Vergabe des Revisionsauftrages (August 2002)
Nach den Vorschriften der neuen Gemeindeordnung muss für die Rechnungsprüfung eine externe Revisionsstelle beauftragt werden. Der Gemeinderat hat von fünf bekannten Firmen eine Offerte eingeholt. Diese wurden nach bestimmten Kriterien wie Qualität, Erfahrungen usw. bewertet. Gestützt auf diese Bewertung beschloss die Gemeindeversammlung am 4. Juni 2002, den Auftrag für die nächsten 8 Jahre der Ernst & Young AG Bern zu vergeben. Eine Mitbewerberin hat nun gegen diesen Zuschlag beim Regierungsstatthalteramt Beschwerde eingereicht. Bis in dieser Sache ein Entscheid gefällt ist, kann der Beschluss vom 4. Juni 2002 nicht in Kraft treten. Der Gemeinderat wird über den weiteren Verlauf dieses Geschäftes informieren.
 
Grünes Licht für Sanierung der Gysensteinstrasse (August 2002)
Nach dem Strassenunterhaltskonzept der Gemeinde soll die Strasse Ursellen bis Gysenstein in den nächsten Jahren etappenweise saniert werden. Im Budget 2002 sind für die erste Etappe 200'000 Franken reserviert. Der Gemeinderat gab am 14. August nun grünes Licht für die Inangriffnahme der Arbeiten. Sie werden durch die Arbeitsgemeinschaft Arm AG/BatiGroup AG Konolfingen ausgeführt. Zuerst wird das Teilstück Dornacher - Weinhalde saniert. Dies, weil die Strasse wegen den Bauarbeiten geschlossen werden muss und die Strecke in Ursellen deshalb während den Schulferien ausgeführt werden soll. Ob die weiteren Etappen direkt anschliessend realisiert werden können, ist abhängig von der jeweiligen Finanzlage der Gemeinde. Entschieden wird diese Frage schlussendlich durch die Stimmberechtigten im Rahmen der Genehmigung des Jahres-Voranschlages. Der Baubeginn für das erste Teilstück ist für diesen Herbst geplant. Wir bitten die Bevölkerung, vor allem natürlich die Gysensteinerinnen und Gysensteiner, um Verständnis für die Verkehrsbehinderungen.
 
Kreditabrechnung Verkehrsberuhigungsmassnahmen Kirchbühl – Stockhornstrasse(August 2002)
Die provisorischen Massnahmen im Kirchbühl und der angrenzenden Kreuzung Niesenstrasse - Stockhornstrasse wurden letzten Herbst durch die definitiven Installationen abgelöst. Nach anfänglicher Skepsis bei Teilen der Bevölkerung scheint diese Verkehrsberuhigung nun doch allgemein akzeptiert worden zu sein. Erfreulich lautet auch die Bauabrechung: Der Baukredit von 65'000 Franken wurde um Fr. 15'949.30 unterschritten. Der Gemeinderat hat die Abrechnung am 14. August 2002 genehmigt.
 
EDV-Anlage der Gemeindeverwaltung wird abgelöst (Juni 2002)
Die Gemeindeverwaltung arbeitet immer noch mit den Erst-Generations-Programmen aus den 80er-Jahren. Heute werden diese nicht mehr gewartet. Der Gemeinderat hat deshalb eine Ablösung der gesamten Büroinformatik beschlossen. Nicht zuletzt aus Kostengründen soll auch die neue Anlage gemeinsam mit drei anderen Gemeinden betrieben werden. Der Kostenanteil beträgt für Konolfingen einmalig 390'000 und wiederkehrend rund 90'000 Franken.

Vor rund 12 Jahren wurde in der Gemeinderwaltung die elektronische Datenverarbeitung (EDV) eingeführt. Heute stehen immer noch dieselben Programme (Software) im Einsatz wie damals. Sie funktionieren noch, werden aber durch die Lieferanten nicht mehr gewartet, weil sie veraltet sind. Bei einem Programm-Absturz wäre die Verwaltung für längere Zeit lahm gelegt. Dieses Risiko darf nicht länger eingegangen werden. Kommt dazu, dass die alte Software in der Anwendung kompliziert ist. Sie kann auch nicht mit anderen Systemen vernetzt werden.

Seit rund zwei Jahren arbeiten die Gemeinden Münsingen, Konolfingen, Biglen und Signau auf diesem Gebiet eng zusammen. So wird beispielsweise ein gemeinsames Rechenzentrum geführt. Diese Zusammenarbeit soll weitergeführt werden. Geprüft wurden allerdings noch andere Möglichkeiten: Die Betrieb einer eigenen Anlage, der Anschluss an das Rechenzentrum der BEDAG oder der Anschluss an die kantonale Plattform IPG. Die Lösung „Münsingen“ ist in betrieblicher wie finanzieller Hinsicht die weitaus günstigste Variante. Die Programme (Nest/Abacus) basieren auf dem Betriebssystem MS Windows NT Server. Die MS-Office-Programme sind integriert. Der modulare Aufbau ermöglicht jederzeit eine Erweiterung des Systems.

Der einmalige Kostenanteil von Konolfingen beträgt 390'000 Franken. Darin enthalten ist der Aufwand für verschiedene Nebenprogramme wie Baukontrolle, Zählerablesung usw. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf rund 90'000 Franken, wobei der Löwenanteil auf die Lizenzgebühren für die Programme entfällt. Weil kaum mehr Lizenzabgaben erhoben wurden, wurden bisher jährlich 35'000 bis 40'000 Franken für die EDV aufgewendet.
 
Die Kosten werden als gebundene Ausgaben betrachtet, weil mit dem Ersatz der Anlage nicht mehr zugewartet werden kann, und weil es sich um die kostenmässig wirtschaftlichste Lösung handelt. Der Beschluss des Gemeinderates wird im Amtsanzeiger publiziert. Die Finanzbuchhaltung soll auf 1. Januar 2003 auf das neues System umgestellt, die anderen Bereiche (z.B. Einwohnerkontrolle) sollen später folgen.
 
Die Gemeinde hilft Rumänien (Juni 2002)
Unsere Gemeinde stellt dem Verein "Region Thun hilft Rumänien" jährlich einen kleineren Betrag zur Verfügung. Diese Organisation leistet Hilfe vor Ort. Die Spenden kommen so den Empfängern ungeschmälert zugute. Seit 1996 betreibt der Verein ein Schulbusprojekt in der Gemeinde Saschiz. Ein geschenkter Occasionsbus der Städtischen Verkehrsbetriebe Thun ermöglicht es, dass 50 Kinder regelmässig die Schule besuchen können. Nun muss dieser Bus auf Vordermann gebracht werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 9'000 Franken. Geld ist weit und breit keines vorhanden. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, diesen Betrag zur Verfügung zu stellen. Wer sich näher für dieses Projekt interessiert, erhält von der Gemeindeverwaltung gerne weitere Auskunft. Tel. 031 790 45 45.
 
Bauernhaus Schlossgut: Absage Urnenabstimmung vom 2. Juni 2002 (Mai 2002)
Die auf den 2. Juni 2002 vorgesehene Urnenabstimmung über den Verkauf des Bauernhauses Schlossgut, Parzelle Nr. 2160, muss kurzfristig abgesagt werden. Bei den ursprünglich vorgesehenen Bestimmungen des Kaufvertrages traten unerwarteterweise Differenzen zwischen den Parteien auf. Es gelang nicht, diese noch innert nützlicher Frist zu bereinigen. Der Gemeinderat wird an seiner nächsten Sitzung eine Standortbestimmung durchführen und über das weitere Vorgehen befinden.
 
Weiterhin Unterstützung der kulturellen Einrichtungen der Stadt Bern (Mai 2002)
Der Gemeinderat hat sich im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens und zuhanden der Gemeindeversammlung für eine Erneuerung der Subventionsverträge mit den wichtigsten kulturellen Institutionen der Stadt Bern für die Jahre 2004 bis 2007 ausgesprochen. Die Agglomerations-Gemeinden unterstützen die vier wichtigsten Kultureinrichtungen der Stadt Bern seit 1999. Die Gemeindeversammlung bewilligte am 9. Dezember 1997 den erforderlichen Kredit. Ende 2003 laufen die Subventionsverträge aus. Tatsache bleibt, dass die bisher unterstützten Kultureinrichtungen - das Berner Symphonie-Orchester, das Kunstmuseum, das Historische Museum und das Stadttheater Bern - ohne öffentliche Finanzhilfe nicht überleben könnten.

Tatsache ist auch, dass sie stark von Personen aus dem näheren und weiteren Einzugsgebiet besucht werden. Bisher wurde die finanzielle Last vor allem durch die Stadt Bern getragen. Sie wird auch weiterhin mit rund 18 Millionen Franken den Löwenanteil leisten. Die 81 Agglomerations-Gemeinden hätten sich jährlich mit ca. 6 Millionen am Defizit zu beteiligen, auf Konolfingen entfallen rund 65'000 Franken. Neu soll auch das Klee-Museum in den Genuss dieser Beiträge kommen.
 
Freie Fahrt über die Brücke in Ursellen (Mai 2002)
Wegen dem bilateralen Landverkehrsabkommen mit der EU dürfen künftig alle nicht anders signalisierten Strassen mit 40 Tonnen-Fahrzeugen befahren werden. Im Rahmen einer generellen Überprüfung wurde die Tragfähigkeit der verschiedenen Brücken abgeklärt. Der Brücke über die SBB-Linie in Ursellen attestierte man noch eine Tragfähigkeit von 15 Tonnen bzw. max. Achslast von 5 Tonnen. Es wurde eine entsprechende Tonnagen-Beschränkung signalisiert. Gegen diese gingen eine Anzahl Einsprachen ein. Nun hat die SBB selber die Brücke genau unter die Lupe genommen und festgestellt, dass sie auch einer Belastung von 40 Tonnen gewachsen ist. Die Gewichtsbeschränkung kann somit aufgehoben werden. Dadurch werden auch die dagegen erhobenen Einsprachen gegenstandslos. Der Gemeinderat ist einerseits erstaunt, anderseits aber froh, dass dieser Engpass wieder behoben werden kann.
 
Schulzüglete (Mai 2002)
Auf Beginn des Schuljahres 2002/2003 wird das Oberstufen-Zentrum Stockhornstrasse eröffnet: Alle Oberschülerinnen- und Schüler sowie die SekundarschülerInnen werden in diesem Schulhaus zusammengefasst. Die Kinder aus Ursellen ziehen ins ehemalige Sekundarschulhaus ein. Sekundarlehrer Jean-Luc Lehmann organisiert und koordiniert die Züglete. Formationen des Zivilschutzes helfen bei der Verlegung der Sportanlagen und Geräte mit.
 
Gemeinderechnung 2001: Aufwandüberschuss höher als budgetiert(April 2002)
Die Verwaltungsrechnung 2001 schliesst nach der Vornahme zusätzlicher Abschreibungen im Umfang von Fr. 712'000 mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 784'356.88 ab. Nachdem ein Aufwandüberschuss von Fr. 285'780 budgetiert war, beträgt die Verschlechterung rund Fr. 498'000. Mit der Verbuchung zusätzlicher Abschreibungen trägt der Gemeinderat der sehr hohen Investitionstätigkeit im abgelaufenen Jahr Rechnung. Zudem wird die bisherige Praxis einer weitgehenden Abschreibung des Verwaltungsvermögens fortgeführt. Der entstehende Aufwandüberschuss kann dem vorhandenen Eigenkapital von rund 7 Mio. Franken belastet werden.

Im Vergleich zum Voranschlag 2001 ist die Verschlechterung - nebst der Vornahme höherer Abschreibungen – einerseits durch einen Minderertrag bei den Steuern von Natürlichen Personen (- Fr. 674'000), anderseits durch Mehraufwendungen in den Bereichen Gesundheit (+ Fr. 254'000), Soziale Wohlfahrt (+ Fr. 343'000), Öffentlicher Verkehr (+ Fr. 134'000) sowie bei der Finanzausgleichszahlung an den Kanton (+ Fr. 150'000) entstanden. In diesen Bereichen wirkt sich nun die hohe Steuerkraft der Jahre 1999 und 2000 nachteilig auf die Beitragsfestlegungen aus. Belastet wurde die Rechnung 2001 aber auch durch die verschiedenen Nachkredite des Gemeinderates von rund Fr. 400'000. Der trotzdem einigermassen befriedigende Abschluss der Verwaltungsrechnung ist ausschliesslich dem Mehrertrag der Steuern von Juristischen Personen (+ Fr. 592'000), den Steuern auf Kapitalabfindungen (+ Fr. 432'000) sowie einem einmalig hohen Gemeindeanteil an Erbschafts- und Schenkungssteuern (+ Fr. 620'000) zu verdanken.

Die Gemeinde Konolfingen hat im Jahr 2001 die Rekordsumme von Fr. 6'092'000 in Bauten und Anlagen investiert. Nach Abzug von Subventions- und Gebühreneingängen weist die Investitionsrechnung einen Nettozugang von Fr. 5'021'000 aus. Die Hauptanteile entfallen mit Fr. 2'185'000 auf die Sanierung des Schwimmbades und mit Fr. 1'944'000 auf den Bau des neuen Gemeindehauses. Investiert wurde aber auch in die Gemeindestrassen (Fr. 639'000) und in die Abwasserkanäle (Fr. 790'000). Mit einer Eigenfinanzierungskraft der laufenden Rechnung 2001 von Fr. 2'300'000 (Abschreibungen von Fr. 3'084'000 abzüglich Aufwandüberschuss von Fr. 784'000) konnten die Investitionen nur zu 45,8 % selbst finanziert werden.

In der Bilanz hinterlässt die rege Investitionstätigkeit, wie im Voranschlag 2001 angekündigt, ihre Spuren. Unter den Aktiven erscheint mit einem Restbuchwert von Fr. 1'244'000 neu das sich im Bau befindende neue Gemeindehaus. Von den bisher aufgelaufenen Erstellungskosten von Fr. 2'547'000 sind bereits Fr. 1'303'000 abgeschrieben worden. Ende 2001 vollständig abgeschrieben sind dagegen die gesamten Sanierungskosten des Schwimmbades von Fr. 3'931'000. Unter den Passiven erscheinen neu mittel- und langfristige Schulden von Fr. 1'919'000, wovon Fr. 1'070'000 unverzinsliche Investitions-hilfedarlehen. Nach der Belastung des Aufwandüberschusses von Fr. 784'000 beträgt das Eigenkapital per 31. 12. 2002 noch Fr. 6'203'000. Der Betrag entspricht damit gut 10 Steuerzehnteln.

Durch die Auswirkungen des FILAG stark geprägt rechnet der Voranschlag 2002 ebenfalls mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 893'000. Bei minimalen geplanten Abschreibungen resultiert dabei eine negative Eigenfinanzierungskraft von Fr. 443'000, was bedeutet, dass in diesem Umfang Betriebsausgaben sowie die 2002 geplanten Investitionen von rund 3,9 Mio. Franken fremdfinanziert werden müssen. Angesichts der im vergangenen Jahr deutlich unter den Erwartungen gebliebenen Steuerleistungen der natürlichen Personen, der einmaligen Einnahmen und des hohen Anteils an sich in ihrer Höhe rasch verändernden Steuererträgen der juristischen Personen blickt der Gemeinderat mit Zurückhaltung in die Zukunft. Im Voranschlag 2003 soll deshalb das Wachstum der Betriebsausgaben begrenzt und nach der Fertigstellung des Gemeindehauses in den Folgejahren auf Investitionen weitgehend verzichtet werden.
 
Erfolgreiche GA-Tageskarten (März 2002)
Die GA-Tageskarten oder Flexicards sind bei der Bevölkerung sehr beliebt: Im vergangenen Jahr betrug die Auslastung der fünf GA-Karten stolze 94 Prozent, weshalb sogar ein bescheidener Ertragsüberschuss erzielt werden konnte. Im laufenden Jahr stehen sogar sechs Karten zur Verfügung. Der Preis beträgt 30 Franken pro Tag. Bezugsberechtigt sind die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinden Konolfingen, Freimettigen, Häutligen und Niederhünigen.

Die Flexicards können bei der Gemeindeschreiberei Konolfingen unter Tel. 031 790 45 45 bestellt werden.
 
Mehr Elternmitsprache im neuen Schulreglement (März 2002)
Das neue Schulreglement bringt den Eltern ein grösseres Mitsprachrecht, schafft die Möglichkeit für den zweijährigen Kindergarten und schreibt dasOberstufenzentrum fest.

Das vom Gemeinderat am 20. März beschlossene Schulreglement wartet mit verschiedenen Neuerungen auf: Die Eltern erhalten ein grösseres Mitsprache-und Mitwirkungsrecht. Ob diese neue Möglichkeit zum Tragen kommt, hängt allerdings von den Eltern ab. Es liegt an ihnen, aktiv zu werden (oder nicht). Das Reglement schafft die rechtliche Grundlage für den zweijährigen Kindergarten. Er kann aber - mangels genügender Plätze - nichtflächendeckend angeboten werden. Für das bevorstehende Schuljahr stehen voraussichtlich keine Plätze zur Verfügung. Wie sich die Situation in Zukunft entwickeln wird, hängt von der Anzahl der neu eintretenden Kindergärteler ab. Auf das im Herbst beginnende Schuljahr hin findet die grosse Schulrochade statt. Fast alle Kinder wechseln das Schulhaus.

Kernpunkt: Die Realschule und die Sekundarschule beziehen die Anlage an der Stockhornstrasse, welche dadurch zum Oberstufenzentrum mutiert. Die Klassenwerden weiterhin getrennt geführt. Eine engere schulische Zusammenarbeit wird gegenwärtig von den Behörden geprüft. Das Schulhaus Kirchbühl nimmt die Primarklassen der Schulhäuser Ursellen und Stockhorn auf. Die 10. Schuljahrehat der Kanton übernommen. Sie werden ins Schulhaus Ursellen umgesiedelt. Die Gemeinde hat das Schulhaus zu diesem Zweck dem Kanton vermietet.
 
Provisorischer Damm gegen Hochwasser (März 2002)
 Das Gebiet nördlich der Emmentalstrasse wird immer wieder überflutet. DieVerbauung der Chise lässt weiter auf sich warten. Mit einem provisorischen Damm sollen im Cheer vorerst kleinere Überflutungen abgewehrt werden.

Das Gebiet nördlich der Emmentalstrasse zwischen dem Dorf und dem Mirchelbach wird bei Hochwasser fast regelmässig überflutet. Besondersbetroffen sind die Gewerbebauten ausgangs Konolfingen. Eine Firma hat deshalb den Betrieb in eine andere Gemeinde verlegt. Mit dem Ausbau der Chise und ihren Nebengewässern würde diese Gefahr verschwinden. Der Ausbau lässt jedoch auf sich warten: Viele Ideen wurden schon diskutiert undgeprüft. Nun zeichnet sich allerdings ein Verbauungskonzept ab. Bis dieses ausgeführt ist, dürfte es allerdings noch Jahre dauern. So lange kann aber die Situation an der Emmentalstrasse nicht mehr hingenommen werden. Alsprovisorische Massnahme wird deshalb im Cheer ein flacher Damm aufgeschüttet. Er soll die Häuser im Cheer sowie die Gewerbebauten entlang der Emmentalstrasse vor kleineren Hochwassern schützen. Die Baukosten belaufen sich auf rund 37'000 Franken. Den Landwirten des hinter dem Dammliegenden Überflutungsgebietes wird der Ertragsausfall entschädigt. Der Gemeinderat erhofft sich dadurch eine teilweise Entspannung in diesem Gebiet.
 
Vertrag mit Geometer Paul Schmalz wird verlängert (März 2002)
Der Gemeinderat hat Paul Schmalz, pat. Ing. Geometer, Konolfingen, für weitere 5 Jahre mit der Nachführung der amtlichen Vermessung und der Aktualisierung der Vermarkung der Grundstücke beauftragt. Die Kosten betragen jährlich rund 3'500 Franken. Der bisherige Vertrag mit Familie Schmalz, welche diese Arbeiten für Konolfingen schon seit Jahrzehnten ausführt, läuft Ende 2002 aus.
 
Regionalisierung der Zivilschutzorganisationen Kiesental (März 2002)
Die Reformprojekte Armee XXI und Bevölkerungsschutz 2003 haben eine einschneidende Reduktion der Bestände des Zivilschutzes zur Folge: Das Schutzdienstpflichtalter wird ab 2003 auf das 20. - 40. Lebensjahr herabgesetzt. Die Bestände der Zivilschutzorganisationen werden auf 1,5 Prozent der Bevölkerung reduziert, was für Konolfingen einer Anzahl von rund 70 Personen entspricht. Heute weist die ZSO einen Bestand von 179 Männern und Frauen auf. Die Behördervertreter haben sich deshalb auf eine Regionalisierung der Zivilschutzorganisationen geeinigt: Vorgesehen ist die Bildung von drei Zivilschutzregionen im Amtsbezirk Konolfingen. Die siebzehn Gemeinden des Kiesentals bilden eine dieser Regionen. Der Gemeinderat hat nun in einem Schreiben an die Kiesentaler Gemeinden seine Bereitschaft erklärt, als "Stützpunkt-Gemeinde" zu wirken. Die Zusammenarbeit soll nach dem Modell "Träger-Gemeinde" vertraglich geregelt werden. Diese Lösung ist wesentlich einfacher als die Gründung eines Gemeindeverbandes. Die neue Organisation soll den Betrieb spätestens am 1. Januar 2004 aufnehmen.
 
Radar zur Information der Fahrzeuglenker (März 2002)
Verschiedene Gemeinden des Kiesen- und des Aaretals haben gemeinsam ein Inforadar-Gerät angeschafft. Dieses zeigt den Fahrzeuglenkern die Fahrgeschwindigkeit an. Tempoüberschreitungen verursachen möglicherweise ein schlechtes Gewissen, jedoch weder ein Bussen-Loch im Portemonnaie noch eine Verzeigung durch die Polizei. Trotzdem besteht die Hoffnung, dass dadurch die Geschwindigkeitsvorschriften besser eingehalten werden und damit die Verkehrssicherheit erhöht wird. Das Gerät soll im laufenden Jahr an verschiedenen Gemeinde- und Staatsstrassen aufgestellt werden. Platzierungsvorschläge nimmt die Gemeindeschreiberei, Tel. 031 790 45 45, entgegen.
 
Der Chonufinger-Märit wird eingestellt (März 2002)
Wie der Handwerker- und Gewerbeverein mitteilt, wird der Chonufinger-Märit (früher Weihnachtsmarkt) nicht mehr durchgeführt. Mangelndes Interesse seitens des Gewerbes, fehlende Helfer, das schlechte Aufwand-/Ertragsverhältnis, die nicht gelöste Standortfrage usw. haben den Verein das Handtuch werfen lassen. Wenn sich keine neuen Organisatoren finden lassen, wird unser Dorf um diese Attraktion ärmer!
 
Ein weiterer Schritt zum Verkauf des Bauernhauses Schlossgut (Februar 2002)
Seit längerer Zeit versucht die Gemeinde, das Bauernhaus Schlossgut in Stalden zu verkaufen. Ein erster Versuch vor fünf  Jahren scheiterte. Nun wurde die Liegenschaft ein zweites Mal ausgeschrieben. Diesmal mit Erfolg. Erworben hatte Konolfingen das Heimesen Schlossgut 1953 von Gabriel Maximilian von May, um der Gemeinde ein bauliche Entwicklung zu ermöglichen - und als Realersatz für öffentliche Bauten. Die Liegenschaft wies damals einen Halt von rund 51 Jucharten auf und erstreckte sich von Stalden bis an die Inselistrassse. Das Land wurde seither schrittweise überbaut (Schlossmatt-Quartier, Schwimmbad, Schlossgutstrasse usw.). Als letzte Etappe ist das Areal östlich der Freimettigenstrasse in Planung.

Die noch verbleibende Fläche bietet keine landwirtschaftliche Existenz mehr. Zudem ist das Bauernhaus, bestehend aus einem Wohn- und einem Oekonomieteil, teilweise sanierungsbedürftig. Der Gemeinderat hat sich deshalb für einen Verkauf dieser Liegenschaft entschieden. Ein erster Verkaufsversuch Mitte der Neunzigerjahre scheiterte wegen der damals herrschenden Immobilienkrise. Dem neuerlichen Versuch war nun mehr Erfolg beschieden: Es wurde eine Interessentin gefunden, welche das Bauernhaus, zumindest den Wohnteil, zu erhalten gedenkt. Der Verkaufspreis entspricht den Erwartungen des Gemeinderates. Am 6. Februar 2002 hat der Gemeinderat den Kaufvertrags-Entwurf mit der Schlossgut AG Konolfingen genehmigt. Diese setzt sich vorwiegend aus Handwerker- und Gewerbekreisen von Konolfingen zusammen. Sofern nichts Unvorhergesehenes mehr passiert, werden die Stimmberechtigten an der Urnenabstimmung vom 2. Juni 2002 über den Verkauf entscheiden können.
 
Ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr (Februar 2002)
Der heute für die Konolfinger Feuerwehr im Einsatz stehende Landrover ist stolze 26 Jahre alt. Er muss demnächst der Fahrzeugkontrolle vorgeführt werden. Die Instandstellungskosten würden rund  5'000 Franken betragen. Weil Aufwand und Nutzen nicht mehr überein stimmen, soll das Fahrzeug ersetzt werden.

Der Landrover dient dem Personentransport und als Zugfahrzeug für den Verkehrsdienst. Er stammt aus dem Jahr 1976 und wurde seinerzeit als Occasion angeschafft. Die Fahrbereitschaft ist nicht mehr vollumfänglich gewährleistet. Zudem steht wieder ein Prüfungstermin bei der Motorfahrzeugkontrolle an. Allein die Kosten für die Prüfungsbereitschaft werden auf 5'000 Franken geschätzt. Es lässt sich aber nicht mehr verantworten, so viel Geld in ein altes Gefährt zu stecken. Auf Antrag der Kommission für öffentliche Sicherheit hat der Gemeinderat deshalb die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges der Marke VW T4 beschlossen. Die Kosten inklusive Ausrüstung und Bemalung betragen 56'000 Franken. Die Lieferung und Wartung erfolgen durch eine ortsansässige Garage. Die Chancen stehen gut, den alten Landrover verkaufen oder eintauschen zu können.
 
Die Gemeinde hilft bei der Pfadiheimsanierung (Februar 2002)
Das Pfadfinderheim in Konolfingen-Dorf muss baulich auf Vordermann gebracht werden. Obwohl viel Eigenarbeit geleistet wird, übersteigen die Sanierungskosten die finanziellen Möglichkeit der Pfader. Die Gemeinde greift ihnen deshalb finanziell unter die Arme.

Die Pfadfinderabteilung Kuonolf hat das Pfadiheim in Konolfingen-Dorf in den Siebzigerjahren erworben und dieses einige Jahre später teilweise saniert. Das Dach und die äussere Bausubstanz sind noch gut erhalten. Schlimmer sieht es innen aus: Fenster, Küche und die Sanitäranlagen müssen dringend erneuert werden. Aus finanziellen Gründen müssen die Eigentümer von einer Totalsanierung absehen. Die Ausführung ist nun etappenweise geplant. Die erste Etappe kostet rund 114'000 Franken. Weil die Pfadfinderbewegung wichtige Jugendarbeit leistet und sie dazu auf entsprechende Räumlichkeiten angewiesen ist, hat der Gemeinderat an die gesamten Sanierungskosten von rund 192'000 Franken einen Beitrag von 20'000 Franken bewilligt.
 
Die Gemeindeverwaltung erhält ein (fast) neues Logo (Januar 2002)
Heute erkennt man die Post aus dem Gemeindehaus durch das Gemeindewappen. Dieses zeigt einen Löwen mit zwei Sternen. Der Löwe und sein Schwanz sindjedoch recht borstig und auch etwas in die Jahre gekommen. Sie eignen sich zudem in dieser Form nicht für den Einsatz in den elektronischen Medien. Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, ein neues Logo einzuführen. Grafik-Designer Lars Villiger vom atelier v. in Worb erhielt den Auftrag,Ideen zu entwickeln, wobei - ganz im Gegensatz zum Bären der Stadt Bern - der Konolfinger Löwe nicht ganz verschwinden darf. Die Bevölkerung wird über die Vorschläge orientiert, sobald diese vorliegen.
 
Die Einrichtungen der Zivilschutzanlage Stalden müssen erneuert werden  (Januar 2002)
Dem rührigen Ortsquartiermeister Peter Lehmann ist es zu verdanken, dass unsere Zivilschutzanlagen nicht immer leer stehen: Trotz Verkleinerung derTruppenbestände versteht er es immer wieder, Militär nach Konolfingen zu
locken. Dies ist für die Gemeinde ein lohnendes Geschäft: In den letzten fünf Jahren wurden rund 500'000 Franken an Unterkunftsgebühren eingenommen. Nun drohte ein plötzliches Ende dieser Herrlichkeit: Von militärischer Seitewurde die sofortige Sanierung der Küche und der Unterkunftsräume verlangt. Die Kosten belaufen sich auf 95'000 Franken, die Arbeiten müssen bis zum März ausgeführt werden. Der Gemeinderat hat am 16. Januar seine Zustimmungerteilt.
 
Tagesschule in Gysenstein (Dezember 2001)
Auf das Schuljahr 2002/2003 hin soll an der Primarschule Gysenstein eine Tagesschule eingeführt werden. Bis fünf TagesschülerInnen sollen im Sinne einer Übergangslösung durch den Tageselternverein Konolfingen und Umgebung privat in Familien platziert werden, ab sechs TagesschülerInnen wird die Betreuung im Schulhaus selber organisiert. Aufgenommen werden können maximal zwölf Interessierte. Für den vorläufig auf zwei Jahre befristeten Betrieb hat der Gemeinderat einen Kredit von jährlich 15'000 Franken bewilligt.
 
Beitrag an die Schweizer Berghilfe (Dezember 2001)
Mit einem Beitrag von insgesamt 7'000 Franken unterstützt der Gemeinderat zwei Projekte der Schweizer Berghilfe für bedürftige Familien.
 
Mehr Sicherheit für Badi-Besucher (Dezember 2001)
Der Gemeinderat der Schaffung einer 80 %-Dauerstelle für einen Bademeister-Stellvertreter zugestimmt. Der Entscheid basiert auf Sicherheitsüberlegungen sowie auf Analysen der Bernhard Consulting AG und des Schweizerischen Fachverbandes der Hauswarte. Das Schwimmbad-Team besteht somit inskünftig aus einem Bademeister (80 %), seinem Stellvertreter und Aushilfen (33 % respektive 100 % während den vier Sommermonaten).
 
Schulzahnpflege: Gemeinderat ist für Fortsetzung (November 2001)
Die Schulzahnpflege wurde bisher finanziell durch den Kanton unterstützt. Auf den 1. Januar 2001 wird diese Aufgabe nun vollständig an die Gemeinden übertragen. Diesen ist es freigestellt, ob sie sich finanziell weiterhin engagieren wollen oder nicht.

Durch die staatliche Förderung konnte die Zahnhygiene bei den Schulkindern wesentlich verbessert werden. Es besteht die Gefahr, dass sich bei einem Rückzug der öffentlichen Hand aus diesem Gesundheitsbereich das "Zahnbewusstsein" der Eltern sehr rasch zum Leidwesen der Kinder zurückbilden könnte. Die Erfahrungen zeigen nämlich auch, dass (vor allem bei knappem Budget) vorerst bei den Zahnarztbesuchen gespart wird.

Gesunde Zähne sind aber für das körperliche Wohlbefinden wie auch das Selbstwertgefühl sehr wichtig. Der Gemeinderat hat deshalb 27'500 Franken in den Voranschlag 2002 aufgenommen, damit die Schulzahnpflege vorläufig Dienstleistung aufrecht erhalten werden kann.

  
 

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