Schulraumplanung Konolfingen

Ein Neubau sichert die Bildung für Generationen

Konolfingen braucht dringend mehr Schulraum. Zwischen 2016 und 2021 wächst die Zahl der Primarschulkinder inklusive Kindergarten um rund 100 Kinder. Innerhalb von 10 Jahren be­nötigt Konolfingen einen Viertel mehr Klassenzimmer. Nach vielen Jahren intensiver Schul­raumplanung entscheidet die Stimmbevölkerung am 25. November 2018 an der Urne über die Zukunft der Bildung in Konolfingen. Mit einem Neubau auf der Parzelle Hübeli, zwischen dem Stalden- und dem Kirchbühlschulhaus, bietet sich eine einmalige Chance, allen Kindern von Konolfingen eine gute Bildung anzubieten und sie für die Anforderungen im digitalen Zeital­ter zu rüsten.

Auf den ersten Blick erscheint eine Lösung durch Umbauten und Sanierungen der bestehenden Lie­genschaften naheliegend, zumindest als Unterstufenstandorte. Über viele Jahre hat der Gemeinde­rat solche Varianten geprüft und stets wieder verworfen. Ein nachhaltiger Mehrwehrt bliebe aus, weil weiterhin in 100 jährigen Raumkonzepten unterrichtet werden müsste und ein Drittel aller Kinder wie bis anhin für Spezial- und Wahlfachunterricht, den Turnunterricht und die Tagesschule ins Zentrum transportiert würden.

Aufgrund der Reduktion der Anzahl Schulstandorte ergeben sich für die Kinder teilweise längere Schulwege. Wenn alle Angebote am gleichen Ort sind, entfallen dafür tägliche Transporte innerhalb des Unterrichts und in die Tagesschule. Im Rahmen des neuen Verkehrsrichtplans erarbeitet der Gemeinderat einen umfassenden Massnahmenplan zur Optimierung der Zumutbarkeit und Ver­kehrssicherheit für alle Schulkinder.

Nach sorgfältigen Bedarfsanalysen hat der Gemeinderat einen Studienauftrag durchgeführt, um auf der Parzelle Hübeli (1600) eine Schullandschaft für die gesamte Primarstufe planen zu lassen. Das Siegerprojekt ist ein kindgerechtes Schulhaus mit je drei Schulgemeinschaften auf zwei Stockwer­ken, zusammengehalten von einem runden Dach. Die Bedürfnisse der Kinder und Lehrpersonen stehen dabei im Zentrum, ausserdem entsteht mehr Raum für Sport und Vereine. Trotz seiner be­sonderen Form kommt dieser Bau nicht teurer zu stehen als konventionelle Bauten.

Der Gesamtgemeinderat sieht in einem Neubau auf dem Hübeli für rund 31 Millionen Franken eine einmalige Chance, für Generationen von Kindern ein modernes und zukunftsgerichtetes Bildungs­angebot bereitzustellen. Eine Sanierungslösung mit einer beschränkt möglichen Anpassung an den künftigen Raumbedarf für die nächsten 15 Jahre kostet rund 15 Millionen Franken und kann die be­reits beschlossene flächendeckende Einführung des Basisstufenmodells nicht sicherstellen.

Der umsichtige Finanzplan zeigt auf, dass Konolfingen die Kosten für dieses Generationenprojekt tragen kann. Bereits seit 2016 wird ein „Spartopf“ für zukünftige Abschreibungen angelegt, welcher bis 2019 schon 4.5 Millionen Franken enthalten wird.

 

Darüber wird auch abgestimmt:

  • Die umfangreiche Abstimmungsvorlage enthält auch eine Variante mit dem Erhalt des Aussenstandortes Schulhaus Dorf. Darin würde für zusätzlich rund drei Millionen Franken Platz für zwei Basisstufenklassen geschaffen. Ein Teil der kleinsten Schülerinnen und Schüler hätten damit einen Standort im eigenen Ortsteil.
  • Weiter enthält die Vorlage einen Planungskredit, um die Planung der Sanierung und Erweiterung des Oberstufenzentrums zu beginnen. Ein wichtiger Teil davon ist auch die Planung einer zu­sätzlichen Turnhalle mit Aussenanlage. So kann rechtzeitig auf der Oberstufe für die wachsen den Schülerjahrgänge Raum geschaffen werden.
  • Ein Neubau auf dem Hübeli bedingt eine baurechtliche Grundordnung für öffentliche Nutzung, eine sogenannte ZöN (Zone für öffentliche Nutzung). Mit der Schaffung einer ZöN für den Schulh­ausbau soll ausgleichend ein Grundstück von der ZöN befreit werden, damit dort wieder eine Entwicklung möglich wird. Dies wird mit der Parzelle 2223 beim Mehrweckplatz erreicht. Beide Grundstücke haben denselben Grundeigentümer und es kann somit eine sinnvolle Bereinigung erzielt werden.

 

Auskünfte erteilen:

  • Daniel Hodel, Gemeindepräsident, 078 626 23 47
  • Ursula Steffen, Ressortchefin Bildung/Kultur/Sport, 079 580 13 32
  • Heinz Suter, Ressortchef Finanzen/Steuern, 079 652 25 22
  • Simon Buri, Ressortchef Hochbau/Planung, 076 588 96 14
  • Bernhard Bacher, Projektleiter und Abteilungsleiter Bildung/Kultur/Sport, 079 507 65 34