21'272 Kilogramm Haushaltkunststoffe gesammelt

Verpackungen, Flaschen, Folien – Kunststoff ist im Haushalt allgegenwärtig. Nach Gebrauch sollte er aber nicht einfach weggeworfen werden, da viele der Materialen wiederverwertbar sind. Die Gemeinde Konolfingen hat im Rahmen des Berner Projekts unter dem Label Bring Plastic Back im Jahr 2025 die stolze Zahl von total 21’272 kg Haushaltkunststoff gesammelt und so dem Recycling zugeführt.

Die Gemeinde Konolfingen ist Teil des schweizweit ersten, kantonal einheitlichen und national mit Bring Plastic Back kompatiblen Sammelsystem für Haushaltkunststoffe. Diese Berner Recyclinglösung – unterstützt von der AVAG Umwelt AG – startete im Mai 2023 mit 50 Gemeinden. Nach bald drei Jahren kann vermeldet werden, dass aktuell in 216 Berner Gemeinden bereits rund 680'000 Personen Zugang zum Sammelsystem haben.

Die Akzeptanz dieser Recyclinglösung ist erfreulich, wurden bisher doch rund 4,9 Mio. kostenpflichtige Sammelsäcke in den Umlauf gebracht. Die Kunststoff-Rücklaufmenge im Kanton Bern stieg im Jahr 2025 auf 1'610 Tonnen, nachdem sie bereits in den Vorjahren kontinuierlich zugenommen hatte (2023: 430 Tonnen, 2024: 1'476 Tonnen). Davon wurden im Jahr 2025 allein in der Gemeinde Konolfingen 21'272 Kilogramm Kunststoffe gesammelt und dem Recycling zugeführt. Dies ist eine beachtliche Menge und zeigt, dass sich auch das Sammeln der vermeintlich kleinen Haushaltsanteile lohnt.

Bring Plastic Back – Plastikrecycling, dem vertraut werden kann

Das Sammelsystem ist nach den strengen Anforderungen des Verbands Schweizer Plastic Recycler (https://plasticrecycler.ch) zertifiziert. Die Zertifizierung beinhaltet ein komplettes und regelmässiges Stofffluss-Monitoring nach der Methode der EMPA. Dies garantiert, dass aus dem Plastikabfall auf sinnvolle Weise neue Rohstoffe gewonnen werden.

Kunststoff wiederverwertet statt vernichtet

Die Kunststoffsammlung der Gemeinde Konolfingen ersetzte 2025 im stofflichen Recycling 10’636 kg Neumaterial, was 31’908 l Erdöl einsparte. Das daraus gewonnene Regranulat reicht zum Beispiel für die Herstellung von 8309 m Kabelschutzrohren. Die nicht recyclebaren Mischkunststoffe wurden der Zementindustrie als Ersatzbrennstoff zugeführt und ersetzten so 10’625 kg Stein- oder Braunkohle. Gegenüber der thermischen Verwertung in einer Kehrichtverwertungsanlage konnten 60200 kg CO2-Emissionen eingespart werden. Diese Einsparung entspricht einer Autofahrt mit einem Mittelklassewagen von 463’360 km.

Weitere Informationen und Kontakte sind zu finden unter sammelsack.ch